BRG Zell am See

Anmeldungen für den Besuch des Gymnasiums im Schuljahr 2012/2013:
Freitag, 10. Feb. 10:30 bis 14:00 Uhr und von Montag 20. Feb. bis Freitag, 2. März jeweils von 7:00 bis 13:30 Uhr im Sekretariat, 1. Stock
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

BRG Zell am See
aktuelle Termine:

6. Februar: Letzter Tag der Leistungsfeststellung im ersten Semester
8. Februar: Semesterkonferenz
10. Februar: Ausgabe der Schulnachricht (in der letzten Unterrichtsstunde)
Semesterferien in der Woche vom 13. bis 17. Februar


News:
Die Abgabe von nicht mehr gebrauchten Handys im Rahmen der JRK-Aktion ist im Sekretariat immer noch  möglich!

Neueinträge:
Safer Internet goes Parliament
My Exchange Year
Herzliche Gratulation!

Dienstag,
07.02.2012

gymzell.at
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Montag, 28.11.04
7:45 in Mathe

Oh Gott, man kann kaum glauben, was mir heute passiert ist. Also angefangen hat es mit diesem verdammten Wecker.
Wrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
„Aufstehen!“
Ich hasse es, wenn meine Mum schon so früh am Morgen in bester Laune ist und mich aus meinem hart verdienten Schlaf holt.

Jetzt hatte ich schon so konsequent meinen Wecker überhört, da war es ja klar, dass irgendwer auf die blöde Idee kommen konnte und mich wecken musste.

Da ging natürlich auch schon die Tür auf und mein kleiner Bruder Stefan kam, noch mit seinem Rennauto Schlafanzug bekleidet, hereingewuselt. Er stürzte sich auf meine nackten Füße, die unter der Bettdecke hervorguckten und begann mich zu kitzeln. An Schlaf war nun nicht mehr zu denken. Mit einem Schrei packte ich ihn und warf ihn vor meine Tür.

Mit einem lauten Seufzer wollte ich mich gerade wieder ins Bett fallen lassen, als ich über etwas furchtbar haariges Etwas stolperte. Frieda. Ich fiel mit einem erstickten Schrei in die Wäsche von der letzten Woche. Wenigstens war es eine weiche Landung gewesen. Aber Frieda schien kein Mitleid mit mir zu haben. Sie lief auf mich zu und begann, bevor ich mich wehren konnte mein Gesicht von oben bis unten abzulecken. Ich musste raus hier!!

Ich krallte mir den Klamottenberg unter mir und lief, die Arme voll mit meiner alten Wäsche, zum Bad.

Ich war etwa eine hundertstel Sekunde zu spät. Meine Schwester war mit einem Affenzahn an mir vorbeigerauscht und knallte die Tür hinter mir zu. Verdammt, was sollte das?

„Hey, komm sofort da raus, oder lass mich wenigstens rein.“ Aber es half nicht einmal, als ich mich mit voller Wucht gegen die Tür schmiss. Hatte nur den Nachteil, dass mein Vater, der auch nicht mehr an hatte, als mein kleiner Bruder, nämlich nur seinen Schlafanzug mit Teddys drauf, aus dem Schlafzimmer kam.   „Was ist hier lost? Kann man nicht mal in Ruhe ausschlafen.“  

Ich gab’s auf, in das Bad würde ich in den nächsten 30 Minuten sowieso nicht kommen, und dann war es auch schon egal. Ich packte also meine Sachen, die ich bei meinen Türrammungsversuchen fallengelassen hatte und wollte in mein Zimmer zurück. Da ertönte plötzlich ein Schrei. Fast hätte es mich umgeweht, so gigantisch war die Schallwelle. Meine Schwester, wer sonst? Sie lief, ohne sich weiter um ihr Badezimmervorrecht zu kümmern, in ihr Zimmer und knallte die Tür zu.

Wahrscheinlich hat sie einen Pickel auf ihrer Nase entdeckt. Ich war echt gut, die Wahrheit lag nämlich nur wenige Zentimeter weit entfernt. Sie hatte sich wohl in der Nacht den Kopf gestoßen, und hatte nun eine dicke Beule auf der Stirn.

Na ja, wenigstens war das Bad jetzt frei. Ich beeilte mich und kam noch rechtzeitig zum Frühstück hinunter. Oh Wunder, da saß auch schon meine Schwester. Wie sie es wohl geschafft hatte, ohne Bad fertig zu werden?

„Oh mein Gott, Brüderchen, hast du im Parfüm gebadet oder wollest du damit den Geruch deiner alten Sachen überdecken?“ War ja klar, dass sie etwas sagen musste, um ihren Beulenanfall zu vergessen. Aber langsam roch ich es auch…   

Ich hatte wohl etwas zu viel vom Channell meiner Mutter erwischt. Na toll, jetzt konnte ich mich noch einmal umziehen. „Los Kinder, beeilt euch, der Bus fährt gleich.“

Super, dass mit dem Klamottenwechsel konnte ich wohl vergessen. Auch gut, dann kann mir wenigstens keiner zu nahe kommen und das hatte schon etwas gutes, zum ersten Mal seit langer Zeit bekam ich wieder einen Platz im Bus. Eine ganze Bank für mich alleine! Die anderen waren wirklich ein komischer Anblick, als sie sich so eng aneinander drängten, nur um mir nicht nahe zu kommen.

Och, jetzt kommt der Meier auf mich zu, ist wohl besser, wenn ich mich jetzt wieder irgendwie mit Mathe befasse, aber wahrscheinlich traut er sich wegen dem Geruch eh nicht so nahe an mich ran. Hoffen wir es halt…

 

 

Margit Rieder (5R)


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