Der verpackte Eisblock steht nun bis 23. Mai am Stadtplatz in Zell am See - wer gewinnt die Wette?
Der verpackte Eisblock stand vom 15. bis 22. März vor dem Gymnasium Zell am See, bereits plakatiert mit Postern des historischen Projektes über das Eisschneiden im Pinzgau!
Bericht vom Eisschneiden:
... wie bereits angekündigt, wird das Ergebnis des historischen Eisschneidens auch in Ihrer Nähe aufgestellt. Ein Kubikmeter Seeeis wurde am 26.2. geschnitten und in ein gut gedämmtes Hauschen gepackt. Ich möchte Sie und Ihre SchülerInnen einladen mitzutippen, wie viel Eis am 23. Mai bei der Enthüllung noch vorhanden sein wird. (Gewinnschein von unserer oder von der Gemeindehomepage downloaden und in den Kasten am Eisblock werfen). Sinn dieses Experimentes soll sein, zu zeigen, wie gut Wärmedämmung wirkt. Wir wollen einen Impuls zur Bewusstseinsbildung zu mehr Klimaschutz setzten.
Fotos vom 26. Februar, herzlichen Dank auch an Frau Dorn für die Übermittlung von Aufnahmen des Events! Es gilt nun, die verbleibende Resteeismenge bis 26. Mai in Prozent zu schätzen,vom 15. bis 22. März wird der Eisblock auch vor unserer Schule plaziert sein!
Eine Kalkulation von Prof. Graf liegt bereits vor, "Heimvorteil" haben alle TeilnehmerInnen der Physikolympiade:
Eine schnelle rechnerische Abschätzung der Resteismenge ist eigentlich ziemlich einfach und sogar für Unterstufenschüler nachvollziehbar: Laut Klimabündnisseite hat die Isolierung einen u-wert von 0.16 Watt pro m² Wandfläche und pro °C Temperaturunterschied Innen zu Außen. Das ergibt bei Durchschnittstemperatur im Zeitraum Feb-Mai von 7°: 0.16*6*1.5²*7 = 15 Watt. Energie = Leistung x Zeit = 15 * 86 Tage * 24 Stunden * 3600 Sekunden = ... ... KiloJoule. 1 m³ Eis braucht aber zum Schmelzen ca. ... ... kJ > Also bleiben ca. ... des Eises über!
Fehlende Daten der Berechnung nachzufragen bei den TeilnehmerInnen der Physikolympiade bzw. bei Prof. Mag. Peter Graf!!!!
Bitte unbedingt einrechnen > am tag der Verpackung herrschte "lauwarmes" Wetter (mit Regen), im "Eiskasten" befand sich schon zu diesem Zeitpunkt einiges an Wasser!
Allessandro beim Messen
Protokollführerin Melanie
Der "Block"
Direkte Messungen am See mit vier SchülerInnen des PH-Olympiade Teams des BG/BRG Zell am See
Isolierungen
Foto mit Landesrat Blachfellner, Andreas Wimmreuter und Allessandro Lackner
Historische Bezüge
Das offizielle Gruppenfoto
In Zell am See wird nach 60 Jahren wieder Eis geschnitten
Klimabündnis-Gemeinde zeigt ab 26. Februar drei Monate lang, wie Wärmedämmung funktioniert
Salzburg (23. Februar). Alte Tradition trifft auf neue Technik. In der Klimabündnis-Gemeinde Zell am See wird nach mehr als 60 Jahren erstmals wieder traditionell Eis geschnitten. Und das für den Klimaschutz. „Wir schneiden das Eis direkt aus dem Zeller See, packen es in eine moderne Wärmedämmung und setzen es dann drei Monate dem Wetter aus. Mit der Klimaschutz-Wette zeigen wir, wie effektiv Wärmedämmung wirkt. Einfach hingehen, anschauen, mittippen, wie viel Eis am Ende übrig bleibt und gewinnen“, so Robert Pröll vom Klimabündnis Salzburg. Los geht es mit dem Eisschneiden am 26. Februar (10 h) am Hundertwasserbrunnen beim Grand Hotel – natürlich mit historischen Werkzeugen. Danach wird der eingepackte Eisblock am Stadtplatz von Zell am See, am Thumersbacher Dorfplatz und im Vellmar Park in Schüttdorf aufgestellt. Am 23. Mai erfolgt dann die große Enthüllung.
Eisschneiden mit historischen Werkzeugen
Einer, der weiß, wie Eisschneiden funktioniert, ist bei der Klimaschutz-Wette des Klimabündnis live dabei: Stadthistoriker Horst Scholz vom Stadtarchiv. „In Zell am See war das Eisschneiden ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das Eis wurde in ganz Salzburg und bis nach München geliefert, um dort die Bierkeller zu kühlen. In fast allen Gaststätten wurde es in Eiskellern oder Häusern gelagert und damit der Eiskasten und natürlich auch das Bier gekühlt. Das war Saisonbeschäftigung für die Landwirte der Umgebung und für die Bürger von Zell am See, die ebenfalls vom Eisschneiden profitierten. Mit den Erträgen aus dem lukrativen Eishandel wurde unter anderem ein Gemeindehaus errichtet. Früher war das noch Schwerstarbeit mit den eigenen Händen. Was von damals blieb ist der Name Märzenbier, der auch mit dem Eisschneiden zusammenhängt. Frisches Eis wurde immer nur bis März in die Keller eingebracht. Dieses Märzenbier wurde bis zum Oktoberfest, dem Beginn der neuen Brausaison, ausgeschenkt“, so Scholz.
Hervorragende, preisgekrönte (3. Platz, Landesausscheidung des Cyberschool Wettbewerbes) Hintergrundinformationen zum Thema Eisschneiden haben SchülerInnen des Gymnasiums in Zell am See unter der Leitung von Dr. Peter Wittner zusammengestellt: http://www.gymzell.at/php/eisschneiden_am_zellersee,10472,1189.html
Umweltfreundliche Wärmedämm-Stoffe
Gedämmt wird der Eisblock mit umweltfreundlichen Produkten. Dafür sorgt der Wärmedämmungs-Spezialist und Klimabündnis-Betrieb Isocell aus Neumarkt/Wallersee. Die Hülle des Eisblocks, zwei Lagen OSB-Platten, gefüllt mit 240 mm Altpapierdämmflocken die luftdicht verklebt wurden, entspricht einem U Wert von 0,16 W/m²K.
Artikel und Rückfragen: Ing. Robert Pröll, Klimabündnis Salzburg, 0676 / 38 262 75, salzburg@klimabuendnis.at