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Paddeln auf der Moldau

Vom Paddeln, Plantschen und Pitschnass-Sein

Alle Bilder als Diashow zum Download!(50MB)

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Am Montag, dem 6. Juni 2005, fanden sich 38 mehr oder minder ausgeschlafene Schüler und Schülerinnen auf dem Parkplatz des Gymnasiums ein. Mit dabei: 4 Begleitlehrer, an die 80 Taschen und Rucksäcke und insgesamt nur 41 Pässe (von den eigentlich 42 nötigen), was für den ebenfalls anwesenden Busfahrer bedeutete, er durfte warten, bis der nette Papa von Jörg aus Hinterglemm kam und ihn vorbeibrachte. Als dann endlich 42 Pässe da waren, ging die Fahrt in Richtung Vyšší Brod, irgendwo in der tschechischen „Pampa“, los. 

Nach fünfstündiger Busfahrt erreichte man das kleine Dorf und auch schon den ersten Campingplatz. Erste Unschlüssigkeit betreffend der Zeltaufteilung machte sich breit, aber nach etwa 20 Minuten standen die Zelte in einer kreisähnlichen Anordnung um eine kleine Feuerstelle und die erste Kanufahrt konnte stattfinden. Wir lernten Petr kennen, der uns die nächsten Tage begleiten sollte und ließen uns von ihm erklären, wie das mit dem Kanufahren eigentlich funktionierte. Aber wie bei so vielen Dingen schien auch dies in der Theorie leichter zu sein als in der Praxis, was sich bemerkbar machte, als 20 Bote erstmal drei Minuten lang nur im Kreis auf demselben Platz dahinfuhren.

“Übung macht den Meister“ heißt es und das traf dann nach einer Übungsstunde auch zu. Die Meister schlechthin schienen an diesem Tag ohnehin Maja und Sanni zu sein, die sich gleich den Titel „Die Ersten, die ins Wasser gefallen sind“ holten, dicht gefolgt von Roman und Patrick, die bei einer spektakulären Sitzplatz – Tauschaktion mit der nass-kalten Moldau Bekanntschaft machten.

 Auf die Übungsstunde folgte das Kochen, das in fast allen Fällen gut ausging und nur bei Anna, Martina, Maja und Sanni in einer kalten, unfertigen Buchstabensuppe endete. Dann wurde beschlossen, ein Lagerfeuer zu machen. Herr Prof. Seiler und einige Jungs schienen sofort ganz in ihrem Element zu sein und fällten kurzerhand einen ganzen Baum, um ihn anschließend über Stock und Stein zum Campingplatz zu transportieren, dort zu zerhacken und anzuzünden. Während die einen Bäume schleppten, beschlossen die anderen, mit Hilfe einer  Angelausrüstung ihr Glück in der Moldau zu versuchen. Die Angler fingen zwar in der Tat Fische, wurden aber überraschend von einem Platzwart gestört und flüchteten daraufhin überstürzt „vor dem Gesetz“. In sehr gemütlicher Runde saßen wir dann bis 11 Uhr am Lagerfeuer und gingen dann, etwas unsicher, was wohl der nächste Tag bringen würde, schlafen.

 

Am Dienstag wachten wir, „sehr ambitioniert“ und „ausgeschlafen“, um sechs Uhr auf. Morgensport stand auf dem Programm. Während Frau Prof. Lainer sich erfolgreich davor drückte, durften die restlichen, geführt von Herr Prof. Seiler und Herr Prof. Stöger, orientierungslos in der Gegend umherlaufen. Irgendwann kam man dann in ein Waldstück, durch das wir in komischen Kurven und Wegelchen durchmarschierten und anschließend wieder zum Campingplatz zurückkehrten.

 Nach dem Frühstück schnappten sich alle wieder die Schwimmwesten und packten ihre Tonnen, die wir bei jeder Fahrt dabei hatten, und schon paddelten wir munter die Moldau entlang.  Also, zumindest die ersten drei Stunden waren wir munter, nach einer einstündigen Mittagspause kamen die meisten nur mehr schwerfällig vorwärts und genossen lieber die wunderbare Landschaft, während sie sich treiben ließen. An diesem Tag kürten wir auch unsere „Ferrari-Fahrer“ Alex und Phillip, die ohne Rücksicht auf Verluste über Stromschnellen hinwegpreschten und auch entsprechend viele“ Unfälle“ bauten.

Völlig fertig kamen wir am Abend wieder zu den Zelten zurück,  spielten noch Volleyball und Fußball und gingen schon bald schlafen.

 Mittwochs wurden wir wieder in aller Herrgottsfrühe geweckt, um unser Zeug zusammen zu packen und unser Lager abzubauen. Das gesamte Gepäck wurde in einen Bus geschafft, ein zweiter Bus holte uns ab und fuhr mit uns in ein malerisches Naturschutzgebiet am Oberlauf der Moldau.  Dort stiegen wir wieder in unsere Kanus und paddelten den ganzen Tag durch das  im Schnitt 30 cm hohe Wasser. Viele enge Kurven und Windungen im Fluss machten es aber schwerer als am vorigen Tag und so ging es  diesmal für mehrere Personen (Markus und Christian, Silvia und Ramona (aufgrund einer sehr fiesen Sabotage von Phillip) und, natürlich, Alex und Phillip) nass zu Ende.

 Nach einer zwar etwas kürzeren, aber trotzdem anstrengenden Fahrt und einem erholsamen  und vor allem warmen Hallenbadbesuch kamen wir abends bei strömendem Regen am nächsten Campingplatz an und bauten während einer kurzen Phase ohne Regen in Windeseile unsere Zelte auf. Auch an diesem Abend gingen wir schon bald schlafen und freuten uns auf den nächsten Tag, an dem wir die Stadt Krumau besuchen sollten.

 Am Donnerstag standen wir also, wie schon die anderen Morgen zuvor, früh auf und fuhren mitsamt Schwimmwesten und Proviant für die Kanufahrt nach Krumau. Dort besichtigten wir die imposante Burganlage  und durften dann selbständig zwei Stunden lang die Gassen und Gässchen erkunden. Mit vielen Mitbringseln bepackt gingen wir  wieder zum Bus zurück und zogen uns um, für unsre letzte Fahrt in dieser Sportwoche. Paddeln wollte keiner mehr so richtig, deshalb bildeten wir größtenteils Floße, indem viele Kanus nebeneinander fuhren und wir uns dabei  aneinander festhielten. Zum Schluss erwartete uns aber noch eine größere Schwierigkeit: ein Wehr. Zwar hatten wir im Laufe der Woche schon mehrere gesehen und einige auch befahren, aber dieses war etwas schwieriger und deshalb machte sich  allgemeine Nervosität breit.

 

 

 

 

 

Aber wunderbarerweise schafften es fast alle, mehr oder minder trocken durchzukommen. Die Betonung dabei liegt auf „fast“, denn wieder einmal bewiesen uns Alex und Phillip, dass sie ihrem Titel „Die Bruchpiloten“ natürlich gerecht wurden. Außerdem waren wir an unserem letzten Tag auf der Moldau auch noch Zeuge einer Kenterung der speziellen Art, denn auch Frau Prof. Lainer und Herr Prof. Seiler durften mit der Moldau höchstpersönlich Bekanntschaft machen!!!

Somit war die Sportwoche für uns eigentlich schon vorbei, was wir am Abend mit einem großen Lagerfeuer, vielen Liedern und großem Spaß abschlossen. Sehr spät krochen wir in unsere Schlafsäcke und freuten uns dann auch schon wieder auf ein warmes Bett zu Hause.  

 Am Freitag kam  auch schon der Bus,  holte uns samt Gepäck ab und brachte uns nach fünfstündiger Heimfahrt und einem Stau kurz vor Eugendorf wieder gesund und „munter“ zur Schule zurück, wo schon sehnsüchtig die Eltern warteten, um uns nach Hause zu bringen

 Für alle war die Sportwoche zwar ein kaltes, aber sehr lustiges Erlebnis, das wohl keiner missen möchte.

  Auf diesem Wege möchte ich mich auch im Namen aller Teilnehmer bei Frau Prof. Lindner bedanken, die uns diese Woche erst durch die perfekte  Organisation möglich machte. Ebenso gilt unser  Dank den  Begleitlehrer Prof. Seiler, Prof. Stöger und Frau  Prof. Lainer.

 Einige Einblicke in die Sportwoche:

 Shamin: Wer hot eigentlich des Camping erfunden?

Maja: Des woa sicha a Chinese.. da Cam – Ping!

 

 

 Sanni: Matty, schau, do laft a Hund ,der hot an Schuach im Maul, der schaut aus wie dei Chuck!

 Matty: Wer is des?

 Astrid (im Kanu): Mah, i muass so dringend aufs Klo..!

 Margit: Jo donn moch hoit ins Kanu…

 Astrid: Na, bist deppat, donn stinkts jo!

 Jule: A Schlägerei aufm Kanu hoasst Kanularei

 Stöger: Jo und auf tschechisch „Scherni“

 Frau Prof. Lainer kommt vom gemeinsamen Abendessen mit Frau Prof. Lindner alleine zurück. Alle verwundert: „Frau Fessa, wo isn de Frau Prof. Lindner?“

 Lainer: Jo, de is nu kurz mim Chef obrechna.

 Stöger: Aso, obrechnen nennt ma des heitzutogs…

 

 Sanni: Mah, i hob so Ongst, dass i morgen wieda einifoi..

Anna: Wos is mit Playboy?

Andi (aus dem Nebenzelt): Wer hot an Playboy?

Anna und Sanni kommen ziemlich zerstrubbelt wieder zum Zeltplatz. Frau Prof. Lainer schaut sehr fragend und verwundert.

 anni: Jo, Frau Fessa, wia woan grod im Hoiz Woid suachn..

Astrid unterhält sich mitten in der Nacht lautstark von Zelt zu Zelt.

Scherni: Boah, Astrid, jetzt hoits moi zomm!

Astrid: Ma, loss mi hoit!

Carina: Na, der Scherni braucht jo dringend sein Schönheitsschlaf...

Patrick: Oi, donn soid ma liaba leise sein, den hota nämlich dringend nötig...

Petr (unser Kanuführer): Es gibt beim Kanufahren vor allem eine Regel: Der vordere Mann hat nix zu sagen und muss in allen Fällen auf den hinteren Steuermann horchen. Wenn aber der Vordermann bemerkt, dass der Steuermann Unrecht hat, gilt sofort wieder die erste Regel…

Im Restaurant:

Kellner: War der Shake okay?

Matty: Nein danke.

(Er dachte, der Kellner hätte gefragt: Noch einen?)

Sandra Schmid, 4a

 


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