Nach einem kurzen Fußweg kamen wir an unsrem Ziel an: Doch nicht begeistert, eher verwundert blickten wir auf die einfachen, kleinen Gebäude. Der ein oder andere von uns, darunter auch ich, hatten sich eine prunkvolle und große Moschee vorgestellt. Aber nun ja, natürlich waren wir für alles offen und wollten dennoch die Leute und diese Religion kennen lernen. Da unsere muslimische Begleitperson noch nicht anwesend war (natürlich waren wir zu früh da), erklärte uns ein anderer Glaubensanhänger kurz in gebrochenem Deutsch Dinge in der Moschee und in ihren anderen Häusern, wie zum Beispiel den Speisesaal usw. Einige Minuten später jedoch traf auch unser Begleiter ein, und wir tranken alle gemeinsam einen Tee. Komisch war nur, dass nur drei Personen der Tee schmeckte, wobei diese drei Tees andere Sorten waren. Nach. dem Ausflug mutmaßten wir, ob dies etwa mit der Anzahl der männlichen Besucher am Tisch in Zusammenhang gebracht werden könnte, da im Islam, der Mann bekanntlich „über“ der Frau steht. Zumindest dies wurde von meinen Mitschülern zutiefst kritisiert, und auch ich kann nur sagen, dass dies keine Gleichberechtigung sein kann: Wir sahen einen großen, schönen Raum zum beten für Männer, und einen kleinen, durch eine Holzschiebetür abgetrennten, für Frauen. Die Klos seien verdreckt, und in den Speisesaal dürften die Frauen, so hat es uns der muslimische Führer erklärt, nur zum Essen mit ihren Kindern erscheinen. Nun gut, dachte ich; auch wenn ich diese Einstellung nicht befürworte, hat jede Religion ihre Regeln, welche man akzeptieren muss. Doch für mich kam der Punkt, an dem ich diese Religion eindeutig kritisieren möchte, erst später: Gerade standen wir in der Moschee, als uns unsere Begleitperson, ebenfalls in etwas gebrochenem Deutsch, von ihrem Rechtssystem erzählte: Beging jemand einen Diebstahl, so würde ihm die Hand abgehackt werden, sodass er sich seinen Fehler auch merken, und ihn nicht noch einmal begehen könne. Zuerst ging ich von einem Sprichwort aus, bis ich sicher war: dies wird scheinbar tatsächlich so durchgeführt. Für mich war dies der eigentlich schlimmste Punkt, wobei ich natürlich immer noch vieles nicht weiß über diese Religion. Vor allem, dass er dies so unbeeindruckt und selbstverständlich erzählte, schockte mich. Meine Meinung zu diesem Ausflug ist, dass nun vielleicht einige Vorurteile bestärkt und einige beseitigt wurden, jedoch war es für uns alle sicher informativ und lehrreich. Ich finde, man sollte einige Dinge in dieser Religion einfach akzeptieren, wie zum Beispiel der Umgang mit Frauen: natürlich könnte man hierbei einiges ändern. Dennoch sind die Frauen daran gewöhnt, und würden sich womöglich über unser Entsetzen wundern. Doch auch für mich gab es einige negative Aspekte, obwohl ich generell anderen Religionen sehr offen bin. Doch auch in unserer Religion gibt es viele negative Dinge, und deswegen finde ich, dass wir erst „vor unserer eigenen Haustür kehren“ sollten, bevor wir uns um andere kümmern. Verena Kühmayer Als ich davon hörte, dass wir eine Exkursion nach Salzburg machen würden und dabei einer Moschee einen Besuch abstatten sollten, war ich begeistert. Ich erwatete mir mehr über den Islam zu erfahren und vielleicht auch mit einigen Vorurteilen aufzuräumen, die vor allem seit dem 11. September, durch Medien, entstanden sind. Außerdem ging ich davon aus, ein kleines aber schönes Gotteshaus anzutreffen, mit aufwendiger Fassaden und großem Turm. Was wir dann aber schlussendlich vorfanden, waren drei stink normale ältere Wohnhäuser, was mich ein wenig enttäuschte. In einem Haus ist der Gebetsraum untergebracht, in dem Zweiten ein kleines Lokal mit einer kleineren Küche und in dem Dritten leben allein stehende ältere Herren. Ich empfand die Atmosphäre allgemein als sehr herzlich. Wir wurden von Herren im mittleren Alter sehr nett empfangen und bekamen sofort Tee und Kekse. Leider waren die Deutschkenntnisse der meisten nicht sehr gut und wir mussten uns sehr anstrengen um alles zu verstehen. Der Vortragende zeigte uns den Gebetsraum und erklärte uns wie und wie oft gläubige Moslems hier her kommen. Ich empfand alles, als sehr sauber und schön. Innen drinnen war überall ein Teppich verlegt, der auf zu einem kleinen Altar führt, von dem aus dann der „Meister“ aus dem Koran vorliest oder vorbetet. Die Exkursion hat jedoch meinen Eindruck vom Islam nicht sehr verändert, aber sie hat vielleicht einiges verdeutlicht. Der Grund warum der Koran so extrem wirkt und, warum Strafen, wie zum Beispiel das Hand abschneiden wenn jemand stiehlt, für uns unverständlich sind, ist weil unsere Bibel und auch die jüdische Tora sehr oft verändert wurden. Wir haben unser Gebetsbuch der heutigen Zeit angepasst, was die Moslems nicht getan haben. Natürlich ist diese Entscheidung fragwürdig, doch andererseits haben wir Christen kein Recht über sie zu urteilen. Wir müssen nur etwas in die Vergangenheit zurück denken und werden merken, wie viel Dreck wir am Stecken haben. Tanja M. |