„Ich bin die Stimme, die Zunge meines Volkes.“
Der 1944 in der Mongolei geborene Schriftsteller Galsan Tschinag, Sohn einer Schamanin aus dem Volk der Tuwa, die keine Schrift besitzen, schreibt seine Bücher in deutscher Sprache. 2008 war der Autor zu Gast bei den Rauriser Literaturtagen und hielt sich Ende Mai 2010 für einige Zeit abermals im Pinzgau auf. Dank der Unterstützung von Frau Roth-Callis und Familie Schmitt aus Rauris und des liebenswürdigen Entgegenkommens des Autors kam ein Klassengespräch des Schriftstellers mit der 1-C-Klasse zustande, die heuer einen Jugendroman gelesen hatte, der in der Mongolei spielt. Die Begegnung mit dem Dichter bleibt für die Schüler und Schülerinnen unvergesslich. Den größten Teil des Jahres lebt der Autor in der Mongolei und verbringt darüber hinaus viel Zeit auf seinen Lesereisen in Europa, bevor er wieder in die mongolische Hauptstadt Ulaanbaatar und in seine Jurte in der mongolischen Steppe im Altai-Gebirge zurückkehrt. Der Autor studierte in Deutschland Germanistik und unterrichtete an der mongolischen Universität in Ulaanbatar. Mittlerweile wurden von ihm ca. 30 Bücher in deutscher Sprache veröffentlicht. Sein großer Lebenstraum für die nächsten Jahre ist es, in der Mongolei eine Million Bäume zu pflanzen, ein wichtiges Projekt für die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts in diesem kargen Land. (Viele Informationen dazu und zur persönlichen Unterstützung des Projekts sowie Informationen zu seinen Büchern finden Sie unter: www.galsan.info) Die Schüler und Schülerinnen der 1 c unterstützen dieses Projekt mit einer kleinen Spende als Dankeschön für den Besuch des Autors, der für seinen Besuch kein Honorar verlangt hat. Stimmen der Schülerinnen und Schüler aus der 1-C-Klasse
Am Montag, dem 31.5.2010, kamen am Anfang der 3. Stunde die Eltern von Daniel Schmitt, und Frau Roth-Callis, die Mutter eines früheren BRG-Schülers, Herr Prof. Riedlsperger und ein fremder Mann plötzlich zur Tür herein. Alle wunderten sich, da wir eigentlich Englisch hatten. Plötzlich sagte unser Deutschlehrer: „Das ist Herr Galsan Tschinag!“ Herr Tschinag ist mongolischer Dichter und Schriftsteller. Alle sperrten den Mund auf und staunten. Wir hatten schon oft von Herrn Tschinag gehört, doch dass er hier im Pinzgau war, wussten wir nicht. Nach einigen Minuten begann er uns aus seinem Leben zu erzählen. Er kann zum Beispiel sieben oder acht Sprachen sprechen.
Außerdem war er am 1. März 1995 der reichste Mann der Mongolei, er saß auf seinen Geldsäcken, die je 80 kg wogen! Dann erzählte er uns, wie es in der mongolischen Steppe aussieht, und verriet uns, dass man das Wetter verändern kann, wenn man pfeift. Er weiß, dass ein Schmetterling mit seinem Flattern irgendwo im Amazonasgebiet anderswo Stürme auslösen kann. Und er erzählte uns, er hätte sich drei Aufgaben für sein weiteres Leben gestellt: - Weil es in der Mongolei seit Jahren nicht mehr geregnet hat, will er mit Hilfe seiner Schamanenkräfte den Regen zurückbringen.
- Er will in der Mongolei 1.000.000 Bäume pflanzen!
- Er will noch 30 Bücher auf Deutsch schreiben (bis jetzt hat er 30 Bücher auf Deutsch und 5 Bücher in anderen Sprachen verfasst)
Danach beantwortete er uns noch unsere vielen Fragen. Wusstet ihr z.B., dass eine mongolische Jurte so groß ist wie unser kleiner Klassenraum und darin bis zu 20 Leute Platz finden? Zum Schluss gab er uns allen Autogramme. Die Stunde verging schnell. Leider. Ich hoffe, er nimmt sich einmal wieder die Zeit zu kommen. Am besten gefiel mir aber, dass er kein Geld verlangt hat und sich dafür einsetzt, die Welt ein klein bisschen zu verändern. Ich habe noch nie einen Schriftsteller und Dichter gesehen, der mit so viel Eifer und Freude lebt. Das finde ich bewundernswert. Anna Portenkirchner 1c Besonders interessant fand ich, wie er uns von seiner Familie erzählte, wie er uns eine Jurte beschrieb Besonders berührt hat mich, wie er erzählte, dass es in der Mongolei jahrelang nicht geregnet hat dass im letzten Winter in der Mongolei Millionen Tiere starben dass er eine Million Bäume in der Mongolei pflanzen will Was ich unglaublich fand: Wie sich Musikmelodien auf Tiere und Pflanzen auswirken, dass er den Regen in die Mongolei zurückbringen will Anna Koch Ich fand sehr beeindruckend, dass Galsan Tschinag acht Sprachen sprechen und schreiben kann. Besonders interessant war die mongolische Schrift. Super war, dass er uns allen eine Widmung und unseren Namen in dieser Schrift geschrieben hat. Galsan Tschinag hat auch von seinen Träumen erzählt. So möchte er wieder Bäume in der Steppe der Mongolei anpflanzen und auch noch viele Bücher schreiben. Auf die freue ich mich schon sehr. Daniel Schmitt Am 31. Mai war der Autor Galsan Tschinag bei uns in der 1-C-Klasse. Er möchte noch drei Dinge in seinem Leben schaffen: 1 Million Bäume pflanzen, den Regen in die Mongolei zurückbringen und noch 25 Bücher schreiben. Am besten gefiel mir, dass er sechs oder acht verschiedene Sprachen kann. Celine Egger Mir hat am besten gefallen, dass er 1 Million Bäume in der Mongolei pflanzen will. Mich faszinierte, dass er schon Raubtieren gegenüber gestanden ist. Am meisten beeindruckt hat mich, dass er den Regen in die Mongolei zurückbringen will. Laura Fritscher Mir gefiel am besten sein Selbstbewusstsein, dass er 1 Million Bäume pflanzen und die Wolken in die Mongolei bringen will und dass er 8 Sprachen kann. Es hat mir gefallen, dass er uns besucht hat. Philipp Hager Mich fasziniert es, dass er 1 Million Bäume pflanzen und 30 Bücher schreiben will und dass er 7 oder 8 Sprachen kann. Igor Lukic Mich hat erschreckt, dass so viele Tiere gestorben sind. Josef Knapp Mich faszinierte, dass er trotz seines Alters noch 30 Bücher schreiben will. Daniel Kofler Es hat mich sehr gefreut, dass Galsan Tschinag bei uns zu Besuch war. Mich hat sehr beeindruckt, wie er sagte, dass er 1 Million Bäume pflanzen will. Helene Gerstgraser Mir hat am besten gefallen, als er gesungen hat. Und dass er damals auf zwei 80 kg schweren Geldsäcken gesessen ist. Salnia Stangl Bei seinem Besuch hat mich am meisten fasziniert, dass auch er selbst schon den Weißen Tod in der Steppe erlebt hat. Mir hat auch gefallen, dass er in der Mongolei 1 Million Bäume pflanzen will. (Anmerkung: Der Autor hat als Kind einen Winter mit einer Tiefsttemperatur von -66 Grad Celsius erlebt und überlebt.) Belinda Gold Ich fand es toll, dass sich Galsan Tschinag extra die Mühe gemacht hat, zu uns ins BRG zu kommen, und dass er dafür nichts verlangen wollte. Hannah Seitinger Ich fand die Stunde sehr spannend. Das mit den 7 oder 8 Sprachen ist toll. Ich bewundere den Mann. Stefanie Hetz Der Besuch von Galsan Tschinag hat mir sehr gut gefallen, auch die drei Aufgaben, die er sich vorgenommen hat. Galsan Tschinag ist ein lustiger und netter Mensch. Den Besuch von Galsan Tschinag empfehle ich jeder Klasse. Max Golger Galsan Tschinag ist ein Mongole. Sein größtes Projekt ist, 1 Million Bäume zu pflanzen. Er hat über 30 Pferde. Er will den Regen in die Mongolei bringen. Christina Schultes Und was es sonst noch Interessantes zu erzählen gibt: Wie man sich verhält, wenn man von einem Bären angegriffen wird – nicht bewegen, tot stellen, auf den Boden legen, sich beschnüffeln lassen und dann plötzlich dem Bären zwischen die Beine greifen, wo er kitzlig ist. Hihi! Wie man sich verhält, wenn man einem Wooooooooolf gegenübersteht. Schluck! Galsan Tschinag fragen! Dass man aus Milch gemachte getrocknete Kügelchen in der Steppe als Kraftnahrung zum Lutschen bis zu 10 Jahre aufbewahren kann. Mmh – bäää? Dass man das erreichen kann, was man sich ganz, ganz fest vorgenommen hat. Ich will, ich will, ich will…Schauspielerin, Polizist, Künstler/-in ... werden. Dass man mit Liedern Tiere beruhigen und ihre Gefühle lenken kann. Eiaeiaeia! Dass man in unserer Schulbibliothek ein Jugendbuch von Galsan Tschinag mit dem Titel „Der blaue Himmel“ ausleihen kann, das man unbedingt einmal lesen sollte. Nichts wie dorthin!
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