Informationen zur Notendefinition, zur Wertigkeit der Schularbeitsnoten, welchen Stellenwert die mündliche Leistung, die Mitarbeit und die Hausübungen für die Gesamtnote haben.
LEISTUNGSBEURTEILUNG
in Deutsch
Notendefinition (LB-VO § 14 Abs. 2 – 6)
Mit „Sehr gut“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich ist, deutliche Eigenständigkeit beziehungsweise die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt.
Mit „Gut“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich ist, merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit beziehungsweise bei entsprechender Anleitung die Fähigkeit zur Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt.
Mit „Befriedigend“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen zur Gänze erfüllt; dabei werden Mängel in der Durchführung durch merkliche Ansätze zur Eigenständigkeit ausgeglichen.
Mit „Genügend“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt.
Mit „Nicht genügend“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler nicht einmal alle Erfordernisse für die Beurteilung mit „Genügend“ erfüllt.
Formen der Mitarbeit
LB-VO § 4
(1) Die Feststellung der Mitarbeit des Schülers im Unterricht umfasst den Gesamtbereich der Unterrichtsarbeit und erfasst:
1. in die Unterrichtsarbeit eingebundene mündliche, schriftliche, praktische und graphische Leistungen,
2. Leistungen im Zusammenhang mit der Sicherung des Unterrichtsertrages einschließlich der Bearbeitung von Hausübungen,
3. Leistungen bei der Erarbeitung neuer Lehrstoffe,
4. Leistungen im Zusammenhang mit dem Erfassen und Verstehen von unterrichtlichen Sachverhalten,
5. Leistungen im Zusammenhang mit der Fähigkeit, Erarbeitetes richtig einzuordnen und anzuwenden.
6. Bei der Mitarbeit sind Leistungen zu berücksichtigen, die der Schüler in Alleinarbeit erbringt, und Leistungen des Schülers in der Gruppen- und Partnerarbeit.
(2) Einzelne Leistungen im Rahmen der Mitarbeit werden nicht gesondert benotet.
(3) Aufzeichnungen über diese Leistungen sind so oft und so eingehend vorzunehmen, wie dies für die Leistungsbeurteilung erforderlich ist.
(4) Für die Sicherstellung des Unterrichtsertrages sind im Unterricht ausreichende und gezielte Wiederholungen und Übungen vorzusehen, sodass eine außerschulische Lernunterstützung bei entsprechender Leistungsbereitschaft und Mitarbeit der SchülerInnen nicht nötig sein sollte.
Schriftliche und mündliche Wiederholungen werden nicht im Sinne der Notendefinition benotet, sondern im Rahmen der Mitarbeit zur Beurteilung derselben herangezogen.
Hausübungen sind Einzelleistungen im Rahmen der Mitarbeit. Sie werden im Unterricht besprochen, von Seiten der LehrerInnen erfolgt ein konstruktives Feedback für die ganze Klasse bzw. für die einzelnen SchülerInnen.
Hausübungen dienen der Sicherung des Unterrichtertrages und der Evaluation des aktuellen Leistungsbildes. Im Fach Deutsch haben regelmäßige Hausübungen deshalb einen hohen Stellenwert und beeinflussen über die Mitarbeitsnote die Gesamtnote – sowohl im Positiven als auch im Negativen.
Schularbeiten
Zahl und Dauer von Schularbeiten
Unterstufe | 5. Klasse | 6. Klasse | 7. Klasse | 8. Klasse |
1. Semester | 1. Semester | 1. Semester | 1. Semester | 1. Semester |
2 (1stündig) | 2 (1) | 1 (1) | 1 (2) | 1 (2) |
2. Semester | 2. Semester | 2. Semester | 2. Semester | 2. Semester |
2 (1stündig) | 1 (1) | 1 (2) | 1 (2) | 1 (3) |
Beurteilung von Schularbeiten
Die Beurteilung einer Schularbeit erfolgt in Deutsch nach vier gleichwertigen Gesichtspunkten, die positiv gelöst werden müssen.
Inhalt (Themenerfassung, Aufbau und Gliederung, Qualität der Arbeit),
Ausdruck (Wortschatz, Sprachbeherrschung und stilistische Qualität),
Sprachrichtigkeit (Grammatik),
Schreibrichtigkeit (Rechtschreibfehler)
Eine Schularbeit stellt immer den Abschluss einer Unterrichtseinheit dar. Alle besprochenen Kriterien, die vielfach geübt wurden, müssen in einer Schularbeit umgesetzt werden. Dies gilt nicht nur für den Inhalt, sondern auch für die sprachliche Gestaltung.
Sollte die Arbeit im Aspekt 4 (Schreibrichtigkeit) in auffallender Weise nicht der erwarteten Leistung entsprechen, die anderen drei Aspekte wurden jedoch gut gelöst, kann die Arbeit trotzdem positiv beurteilt werden.
Da die Länge von Schüleraufsätzen sehr variieren kann, wird ein Unterschreiten genauso wie ein Überschreiten der vereinbarten Mindestlänge eines Aufsatzes selbstverständlich in der Beurteilung berücksichtigt.
Die Wertigkeit der Schularbeitsnote
Es gilt der Grundsatz 50 : 50.
Die mündliche Leistung, das Erbringen der Hausübungen, die Mitarbeit im Unterricht und die Leistungsbereitschaft zählen in der Zeugnisnote gleich viel wie die Schularbeitsnoten.
Auch schwächere Schüler haben bei entsprechendem Willen zur Leistung gute Chancen im Gymnasium zu bestehen!
Umgekehrt können SchülerInnen, deren Engagement nicht überzeugt, keinesfalls mit der Schularbeitsnote als Zeugnisnote rechnen!
In der Unter- wie in der Oberstufe erhalten neben der Schularbeitsnote – je nach den unterschiedlichen Anforderungskriterien - schriftlich erbrachte Leistungen wie Referatsausarbeitungen, Buchbesprechungen, das eigenständige Erarbeiten von literarischen oder sonstigen Projekt-Themen gemäß der Aufgabenstellungen etc. einen dem Arbeitsaufwand entsprechenden Stellenwert und beeinflussen somit die Gesamtnote.
Hans Lainer