 Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt |  Haubenkoch Gerhard Gugg |  Die Eier wurden aus der Luft gefangen und sodann aufgeschlagen |  "Die Küche" wird geliefert |  Die Nachspeise wird zubereitet |  Es schmeckt vorzüglich |  Es wird gepfeffert |  Falten der Servietten |  Gemüsedipp mit Kohlrabi, Radieschen und Zucchini |  Prof. Peter Wittner holt sich auch Kochtipps und Anregungen |  Jakob |  Kleine Korrektur durch den Chef Verena überpruft die Parallelitat der Gläser |  Maria als Frau Oberkellnerin |  Maria, Nicole und Bettina |  Maria, Bettina, Jessica, Anja |  Maria und Sophie beim Ananasschneiden |  Max und Julius |  Max der Mixer |  Nachspeise |  Nicole, Meisterin des Gurkenschälens |  Patrick und Marcus |  Patrick, Marcus, Max und Jakob |  Rebecca in Action |  Tiramisu Parfait auf Himbeersauce |  Tobias schenkt ein |  Tobias, Sandra, Teres und Gregor |  Überreichnung der Urkunden |
 Allen macht es sichtlich Spass |  Eine Ananas wird zerkleinert |  Anja, Nicole und Jakob |  Arthur, Nadine und Verena |  Bei der Arbeit |  Da bekommt man Appetit |
Bereits im Dezember gab es einen Vortrag über „Gesunde Jause und Getränke“ von der Gebietskrankenkasse. Mit einem freiwilligen Kochkurs für alle 2. Klassen wurde diese Thema nun abgeschlossen.
Download: Bericht von Theresa Russegger 2b Klasse:
Der Kochkurs der 2b Am 28. Februar trafen sich ein Teil der 2b zum Kochkurs mit Haubenkoch Gerhard Gugg. Nachdem wir uns um einen großen Tisch versammelt hatten, stellte sich unser Koch erst einmal vor, bevor wir damit begannen, über Produkte „speziell für Kinder“ zu diskutieren. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass die Produkte, die im Marketing als „gesund, wertvoll, wichtig für Kinder“ angepriesen werden, eigentlich genau das Gegenteil sind. Oder: Es kann schon sein, dass in einer Milchschnitte gesunde Milch drinnen ist. Dafür dreifach soviel Zucker. Deshalb ist es besser, einen Schluck Milch zu trinken. Dann hat man mehr Milch zu sich genommen als in einer Milchschnitte und dafür überhaupt keinen Zucker.
Danach besprachen wir die verschiedensten Garmachungsarten, z.B. Kochen, Garziehen, Dämpfen, Pochieren, Blanchieren, Schmoren, Flambieren, Frittieren, Braten, Backen... Welche Lebensmittel man wie gart und welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Möglichkeiten gibt wurde ebenfalls erklärt.
Nun ging’s erst richtig los: Zuerst die Rezepte durchgelesen, dann ging es an die Arbeit. Für die Nachspeise „Tiramisu Parfait auf Himbeersauce“ mussten Eier schaumig geschlagen und mit Mascarpone vermengt werden. Ananas und Erdbeeren wurden zugeschnitten und mit Himbeeren zu einer Soße verrührt. Die Kastenformen mussten mit Folie ausgelegt werden, Biskotten in Orangensaft getaucht und aufgeschichtet, immer abwechselnd mit der der Creme aus Eiern und Mascarpone. Bald merkten wir, dass zum Kochen auch das Abwaschen dazugehört. Herr Gugg konnte es nicht ausstehen, wenn Schüler andauernd jammern „Was soll ich tun?“ Zum Abwaschen gäbe es nämlich immer was. Solange man nichts anderes zu tun hat, sollte man einfach etwas nehmen und Abwaschen, wenn es schmutzig in der Gegend herumsteht. Die Erdbeeren und der Fruchtdekor wurden auf Teller angerichtet.
Dann gingen wir schon zur Vorspeise und zur Hauptspeise über. Für die Vorspeise, „Gemüsedip mit Kohlrabi, Radieschen und Gurke“ mussten Kohlrabis, Gurken, Zucchini, Radieschen, Stangensellerie und Paprika in Stifte geschnitten und auf Teller verteilt werden. Der Dip musste mit gehacktem Knoblauch und Petersilie angerichtet werden. Und dazwischen Abwaschen, immer wieder Abwaschen. Die Hauptspeise, „Trottole mit Schinken, Spinat und Blauschimmelkäse“, brauchte ebenfalls geschickte Hände, um so köstlich zu werden wie der Dip und das Tiramisu. Tomaten, Zwiebel und Schinken schneiden, Knoblauch hacken, Kräuter zupfen. Zum Schluss alles in die Pfanne, Blattspinat zerteilen und beigeben, Tomatenmark darübergießen und jetzt schön brutzeln. Ein herrlicher Duft verbreitete sich im Raum.
Wieder um den Tisch versammelt, besprachen wir die wichtigsten Tischregeln. Danach hatten wir viel Spaß beim Falten der Servietten. Nun musste der Tisch gedeckt werden: Man beginnt mit einem sauberen Tischtuch. Danach folgt das Decken des Tisches: Innen, Richtung Teller (der aber noch gar nicht dasteht) kommen Hauptspeisbesteck, danach das Vorspeisgedeck. Dabei muss das zweite Messer parallel mit dem ersten sein, die Gabel aber versetzt. Das Gabelchen für die Nachspeise kommt oben quer über den Teller. Dann die Gläser (man achte darauf, dass das Gedeck parallel mit dem Gedeck des Gegenüber liegt!) Und zum Schluss noch die Tischdekoration. Anschließend lernten wir, wie man ein Getränk anbietet: Von rechts kommen, höflich fragen „Darf ich Ihnen unseren hausgemachten Johannisbeersaft anbieten?“ Dabei blickt man sich in die Augen. Bejaht der Gast die Frage, gießt man ein Schlückchen in das Glas. Der Gast muss nun schwenken, riechen und trinken. Schmeckt es ihm, bittet er um mehr, dabei ist Augenkontakt wieder sehr wichtig. Viel Spaß hatten wir, als wir uns schließlich gegenseitig Saft eingossen.
Inzwischen hatte der Koch noch Nudeln in die Trottole hinzugefügt. Endlich war unser Essen fertig. Zuerst wurden Vorspeise, Hauptspeise und schlussendlich Nachspeise genossen. Überraschender Weise schmeckte es uns noch viel besser, als wir erwartet hatten! Obwohl es so lecker war, durften wir nicht einfach in uns reinhauen. Aufrecht sitzen, Mund geschlossen halten, Handgelenke berühren nicht den Tisch, Gabel zum Mund führen und nicht umgekehrt! Weil sich manche selbst bei Essen nicht die Schimpfwörter verbeißen konnten, wurde sogar in den Winkeln gestanden. Nach dem Essen brachten wir unsere Teller und das Besteck zur Abwasch.
Nun verabschiedeten wir uns, jeder bekam eine Urkunde von Gerhard Gugg. Dann halfen noch viele beim Schleppen der Kochutensilien ins Auto des Koches, bevor wir endgültig nach Hause gingen.
Auf jeden Fall war es sehr lustig, wir hatten viel Spaß und das Essen war lecker. Danke nochmals an die Schule, die uns eine billige Teilnahme an dem Kurs ermöglicht hat. Danke! Theresa Russegger 2b Klasse |