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Ausstellungsbesuch des Wahlpflichtfaches Geschichte (7./8.Klasse) und der 7a-Klasse |
Über die Geschichte der Juden im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gab es bereits zahlreiche Ausstellungen. Das Kunsthaus NEXUS (Saalfelden) präsentierte im Jänner und Februar 2011 eine kleine, aber sehr feine regionalgeschichtliche Ausstellung über den Exodus der Juden nach dem 2. Weltkrieg. Die Ausstellung erschloss dabei die Geschichte des Lagers "Givat Avoda" in Saalfelden, in dem in den Jahren nach 1945 bis zu 3.000 jüdische Personen auf ihre Weiterreise nach Israel warteten.
Die SchülerInnen des Wahlpflichtfaches Geschichte vertiefend (7. und 8. Klassen) sowie die 7a-Klasse im Rahmen des Unterrichtsfaches Geschichte und Politische Bildung erhielten beim Besuch der Ausstellung sehr interessante Einblicke in diesen wenig bekannten Bereich der regionalen Geschichte. Als Betreuer standen uns Mario Steidl (für die GPv-Gruppe) und Peter Linhart, ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums Zell am See und derzeit Student der Geschichte (für die 7a-Klasse) zur Verfügung.
Bericht von Miriam Woschitz, 8b:
Tamid Kadima – Immer vorwärts Im Februar besuchte die GPV-Gruppe der achten Klassen die Ausstellung „Tamid Kadima – Immer vorwärts“ im Kunsthaus Nexus Saalfelden. Die Ausstellung beinhaltete viele Bilder und eine große Weltkarte, die den Fluchtweg der Überlebenden des Holocaust erklärte, über das Displaced Persons Camp „Givat Avoda“ für jüdische Flüchtlinge in Saalfelden auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Dieses Lager war nötig, da in den Heimatstädten der Überlebenden oft ungebrochener Antisemetismus herrschte und es auch oft zu blutigen Auseinandersetzungen kam, ein Leben dort unerträglich machte. Österreich war aufgrund seiner geographischen Lage in der Mitte Europas ein guter Anlaufpunkt für weitere Reisen, v. a. nach Israel oder der USA. Mithilfe einer geheimen Flüchtlingsorganisation wurde den Überlebenden die Emigration ermöglicht. Von Saalfelden aus wurden sie mit LKWs in den Oberpinzgau geliefert und überquerten dort, meistens nachts, damit die Flucht nicht an Höhenangst scheiterte, den Pass nach Italien, von wo aus sie weiter flüchteten. Die Einheimischen standen dem Ganzen kritisch gegenüber, weswegen die Bezirkshautpmannschaft Zell am See auch in Wien nachfragte, was es mit den vielen Menschen auf sich habe, die über den Pass gehen. Daraufhin kam die Antwort, dass die Gendarmerie einfach nicht mehr aus dem Fenster schauen sollte, dann würden sie ja nichts wahrnehmen. Neben vielen Bildern mit Interviews von Zeitzeugen haben wir uns auch noch ein Video von heute noch lebenden Personen, die diese Flucht gewagt haben, angesehen. Insgesamt zeigten sich alle recht beeindruckt von der Ausstellung.
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 Fluchtwege durch Europa | 
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 Im Lager waren auch Kinder untergebracht |
 Kindheitserinnerungen |

Oberpinzgau: Flucht über den teils steilen Pass nach Italien |
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 In der Camp-Schule wurden die Kinder auf das Leben in Israel vorbereitet (sie lernten u.a. Hebräisch und die jüdische Religion) | 
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 | Givat Avoda - Displaced Persons Lager in Saalfelden | | | |
Prof. MMag. G. Salzmann
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