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Montag,
21.05.2012

Nur noch 45 Tage bis zum Schulschluss!
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BEFREIENDES MALEN UND FREIES PLASTISCHES ARBEITEN: Bei dieser Art des Arbeitens im Kreativen sollen keine „Kunstwerke“ entstehen, sondern eher eine Lösung aufgezeigt werden, wie Selbstausdruck zu Selbstfindung wird.
 

Es entstehen Bilder aus dem Inneren, die gestaltet werden – und das ist auf vielerlei Art und Weise möglich. Das Arbeiten hierbei bedeutet Spuren von Lust an Farbe, an Linien und Formen zu ziehen – und es tut gut. Auch können solche Arbeiten vom Verdrängten befreien und entlasten oder auch in die Tiefe führen (affektiver Aspekt).
Die SchülerInnen begegnen bei diesen Arbeiten, im Idealfall, auf verschiedenster Art sich selbst, wobei sich ein individueller Ausdruck zeigt. Es ist ein Ziel, sich im Malen auszudrücken, jenseits von Kunst und Absicht, Leistung und Druck, sondern die Arbeit soll Tiefe, Befriedigung und Freude schaffen. Da die Arbeiten in keiner Weise analysiert oder bewertet werden, entsteht beim Arbeiten für jede/jeden ein geschützter Raum, in dem sie/er frei ihren/seinen Ausdruck Form und Farbe verleihen kann – ein Erleben neuer, kreativer Seiten des Selbst!
Ein Mittel, den Alltagsstress etwas abzubauen und entgegenzuwirken, indem auch wieder einmal auf die inneren Bilder gesehen wird.
 
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Erfahrungsbericht: Projekt „Befreiendes Malen und freies plastisches Arbeiten“
 
Im Rahmen der Gesundheitstage hatte die Klasse 4a im BE-Unterricht am Montag, dem 20. Februar 2006 das Projekt „Befreiendes Malen und freies plastisches Arbeiten“.
Die drei Aufgaben wurden von Entspannungs- und Meditationsmusik begleitet. Die erste Aufgabe bestand darin, sein Gesicht mit geschlossenen Augen zu ertasten und das Gefühlte, wiederum mit geschlossenen Augen, auf ein Blatt Papier zu zeichnen. Teilweise erbrachte dies erstaunliche Ergebnisse.
Bei der zweiten Aufgabe musste man ein Stück Ton in die Form eines Fantasiebildes bringen, natürlich wieder mit geschlossenen Augen. Man war voll und ganz auf seinen Tastsinn angewiesen und sehr konzentriert.
Bei der dritten Aufgabe bekamen wir die Anweisung, uns ein Bild vor unserem „innere Auge“ vorzustellen und dieses dann mit Tempera- oder Wasserfarben auf ein Blatt Papier zu malen. Dies geschah nun mit offenen Augen.
Es war ein wunderbares Projekt, denn man konnte sich endlich einmal richtig entspannen und vom stressigen Schulalltag abschalten.
                                                                                                                              Birgit Lochner, Miriam Woschitz, 4a
 
 
Konzept für die Unterstufe:
 

  KLASSE
                             PROGRAMM/KURZBESCHREIBUNG
1. und 2.
Klassen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.      a) Phantasiereise „Mein Baum“
Identifikation der SchülerInnen mit „ihrem“ Baum. Es geht dabei um eigene „Wurzeln“, um den inneren Halt und um die (kreative, persönliche) Entfaltung.
Begleitend zur Arbeit bzw. als Einstieg: Anregung der Fantasie durch eine Erzählung über einen möglichen Weg, den „eigenen Baum“ zu finden und Musik (Meditationsmusik). Zuhören mit geschlossenen Augen, um zu einem „inneren“ Bild zu kommen, dann Malen dieses Bildes.

b) Phantasiereise „Fluss“

Es geht hier um eine Visualisierung, in der der/die Schüler/in ETWAS wird und sich mit diesem ETWAS identifiziert.
Einfühlungsvermögen, Vorstellungskraft und Vertiefung der Sinne.
Begleitend zur Arbeit: Schilderung eines Flussverlaufes von der Quelle bis zum Meer und Musik (klassische Musik, Meditationsmusik) – mit geschlossenen Augen zuhören zuerst, dann Vorstellung malen.
2.     Seifenblase/Ball
Ziel dieser Übung ist es, innere Ruhe und Konzentration zu finden, wobei die Bewegung und die Kreativität in einem festgelegten Rahmen stattfindet.
Zeichnen von sich überschneidenden Linien (Kritzeleien, „Austoben“) – mit geschlossenen Augen!
Die Identifikation mit der Seifenblase vermittelt Leichtigkeit und Entspannung, mit dem Ball wird Aktivität und Lebendigkeit verbunden.
Nach dem „Austoben“ mit geschlossenen Augen, kann eine Anmalphase (mit geöffneten Augen) erfolgen, im deckenden oder lasierenden Farbauftrag, wobei gewisse Flächen inmitten des Liniengewirrs ausgemalt werden können.
Begleitend zur Arbeit kann Musik (klassisch aber auch andere Musikrichtungen) gespielt werden, jedoch nicht durchgehend, sondern im Wechsel mit stillen Arbeitsphasen.

3.      Plastisches Arbeiten mit Ton
Im ersten Arbeitsschritt wird mit geschlossenen Augen eine Kugel geformt. Haptische Erfahrungen mit dem Material Ton werden gemacht, die Materialqualität des Tons wird erlebt. Dazu wird leise Musik gespielt.
Die Kugel wird mit folgenden Begriffen verbunden: Ganzheit, Unendlichkeit, Kosmisches, Leichte, Selbst, Harmonie, ...; dies kann wiederum Gefühle wie Geborgenheit, Aufgehobensein, aber auch Enge und Langweile auslösen.
Nachdem die Kugel geformt ist, werden die Augen geöffnet und die SchülerInnen versuchen nun aus der Grundform etwas Eigenes, etwas spontan in den Sinn Kommendes, zu formen. Es kann dazu nun auch verschiedenes Tonwerkzeug verwendet werden!
Zum Abschluss kann die eine oder andere Arbeit vorgestellt und besprochen werden.

4.      Die andere Hand
Zeichnen bzw. Malen mit der Hand, die normalerweise nicht verwendet wird.
Dies bringt in einem gewissen Maße den Verlust der Kontrolle über die Arbeit mit sich, fordert aber verstärkt die Konzentration und das bewusste Empfinden für die Bildfläche und das Material.
Arbeit in kleineren Gruppen auf einem großen Format, wobei jede/jeder seinen Arbeitsbereich hat und am Ende ihren/seinen Teil herausschneidet.
 
 
 
 
3. und 4. Klasse
1.      a) Ein Ort, an dem ich mich wohlfühle“
Diese Arbeit verbindet sich mit einem positiven und sicheren inneren Ort; wirkt angsthemmend und entspannend.
Als Einstiegshilfe und als Hilfe, um „nach innen horchen“ zu können, wird Musik gespielt (Meditationsmusik). Die Arbeit hat meditativen Charakter, die SchülerInnen konzentrieren sich, eventuell mit geschlossenen Augen, ganz auf sich selbst und lassen innere Bilder entstehen, die dann in eine Bildsprache auf dem Papier übersetzt werden. Bei der praktischen Arbeit wird die Musik zwischendurch abgeschaltet und es wird in Stille gearbeitet.
Am Ende der Arbeit können einzelne Arbeiten vorgestellt und besprochen werden.

b) Meditatives Zeichnen und Malen
Bei dieser Übung wird das Unterbewusstsein angezapft. Die Augen sind anfangs geschlossen, die SchülerInnen entspannen sich bei leiser Musik (klassisch, Meditationsmusik); sie konzentrieren sich auf ihre Sinne und lassen Bilder in der Vorstellung entstehen. Dann werden diese Bilder und Formen zu Papier gebracht (figural und/oder abstrakt). Beim Arbeiten konzentrieren sich die SchülerInnen völlig auf die Bildfläche und reagieren auf das, was dort passiert und entsteht.

2.      Plastisches Arbeiten mit Ton
Spontane Arbeit zur Musik (verschiedene Musikrichtungen); die SchülerInnen konzentrieren sich auf die Musik, dann auf das Material in ihren Händen und dann auf ihre eigenen Gedanken und Sinneswahrnehmungen. Die ganze Zeit über bleiben die Augen geschlossen; die SchülerInnen haben eine innere Form vor Augen und versuchen sie in Ton zu formen. Erst, wenn die Bearbeitung abgeschlossen ist, werden die Augen geöffnet.
Im anschließenden Gespräch werden Erfahrungen ausgetauscht, die sich auf die innere Vorstellung von ETWAS und die Realisierung dieses ETWAS in Ton beziehen.

3.      Tastzeichnungen
Die Idee dahinter ist, dass das Sinnesorgan „Tasten“ sensibilisiert wird und statt des „Sehens“ die Führung über den Stift übernimmt. Gearbeitet wird mit geschlossenen Augen, wobei der Stift in der einen Hand das auf das Papier überträgt, was die andere Hand gerade ertastet – die SchülerInnen ertasten ihr eigenes Gesicht/ihren Kopf. Die Steuerung über dem Intellekt wird damit abgegeben. Es wird ein hohes Maß an Aufmerksamkeit für sich aufgebracht.
Zu Beginn der Arbeit wird einmal das Gesicht nur ertastet – ganz langsam und jede Stelle bewusst empfindend, um so das eigene Gesicht aufzunehmen.
Die Augen dürfen erst nach Beendigung des „Tastspazierganges“ über das Gesicht (und der Zeichnung) wieder geöffnet werden. Nun können gewisse Teile der Zeichnung mit Farben ergänzt/ausgemalt werden.
Begleitend zur Arbeit: Musik (verschiedene ruhige und entspannende Musik).

4.      a) Ich male „NEIN“
Nur wer „Nein“ sagen kann, kann auch „Ja“ sagen. Wie sieht dieses „Nein“ aus? Explosiv, verschwommen, plakativ, eingerahmt, ...? Das „Nein“ aus einer bestimmten Situation heraus betrachten oder eine Art des „Neins“ erkunden und in ein inneres Bild setzen. Wovon hängt die Art des Nein-Sagens ab? Dann wird dieses Bild zu Papier gebracht.
Diese Übung bezieht sich auf die Selbstwahrnehmung und auf Stärkung des Selbstbewusstseins.
Arbeit in kleineren Gruppen auf einem größeren Format, jedoch mit eigenem Arbeitsplatz; am Ende kann jede/jeder ihr/sein „Nein“ herausschneiden.
Es können auch noch einige „Neins“ vorgestellt und näher erklärt werden.

b) Unterschiedliche Emotionen
Diese Arbeit fällt sehr in den Bereich der Selbstwahrnehmung. Die SchülerInnen malen von sich eine erfreuliche und eine unerfreuliche Emotion, die sie aus einer bestimmten Situation aus der Erinnerung holen, aber abstrakt oder symbolhaft darstellen.
Die SchülerInnen arbeiten in kleinen Gruppen auf einem größeren Format zusammen, wobei aber jede/jeder für sich einen eigenen Platz für ihre/seine Arbeit hat. Am Ende schneidet jede/jeder ihre/seine Arbeit heraus.
Einige Arbeiten können auf Wunsch kurz vorgestellt und erklärt werden.
 

  
Karin Mosbacher

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