Der Autor Friedrich Christian Delius Friedrich Christian Delius, geboren 1943 in Rom, aufgewachsen in Deutschland, erhält heuer den mit 50.000 Euro dotierten Literaturpreis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Noch als Schüler veröffentlichte er 1961 seine ersten Gedichte. Delius studierte Germanistik, aber auch an der TU Berlin. Er nahm in den 60er Jahren an mehreren Tagungen der berühmten Gruppe 47 teil. Neben seinen Gedichten sind vor allem Erzählungen und Romane erschienen. Seine Texte wurden bisher in 17 Sprachen übersetzt. Friedrich Christian Delius zeigt sich in seinen Romanen und Erzählungen als kritischer, hellwacher Beobachter der Geschichte und des Zustands der deutschen Gesellschaft im 20. Jahrhundert. Seine Themen reichen von der Vorgeschichte der NS-Zeit über die Zeit der deutschen Teilung bis in die unmittelbare Gegenwart. Er widersteht jeder Vereinnahmung durch Ideologien und schreibt Texte, in denen eine menschenfreundliche Haltung erkennbar ist. Seiner Erzählkunst gelingt eine manchmal satirische Beobachtungsschärfe, verbunden mit einer humanen Feinfühligkeit. Er deckt einerseits das Denken seiner Personen schonungslos auf, ohne sie andererseits zu verurteilen. Studenten der Universität Florida verliehen dem Auto für seine Art des Beobachtens und Schreibens und die Wirkung seiner Texte 1994 einen selbsterfundenen Preis: den "Award for Opening Minds". Die Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Friedrich Christian Delius findet am 29. Oktober 2011 im Staatstheater Darmstadt statt. Weitere Informationen auf der Homepage des Autors unter: www.fcdelius.de
Von Friedrich Christian Delius gibt es in der Schulbibliothek:
Bildnis der Mutter als junge Frau. Erzählung
Himmelfahrt eines Staatsfeindes. Roman
Konservativ in 30 Tagen : ein Hand- und Wörterbuch Frankfurter Allgemeinplätze / hrsg. von Friedrich Christian Delius
Teaserbild: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Christian_Delius
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