Am Freitag, den 13.06.2008 wurden wir (Mädchen der 3.Klassen) von Christian Resman, einem Spieler des VSV Unihockey und Schulsportkoordinator für Floorball zu einem Floorballtraining begrüßt. Christian fährt durch ganz Österreich, um Schülern seine Sportart vorzustellen und dafür zu begeistern. Zuerst erzählte er uns etwas über die Geschichte und den Ursprung des Spiels. Bei uns ist Floorball noch eine Randsportart, aber in Skandinavien, der Schweiz sowie Tschechien und Deutschland ist es schon ein Volkssport. Nachdem er uns die Haltung des Schlägers demonstrierte, erklärte uns Christian, dass man seinen Blick immer nach vorne zu richten hat. Danach wurden wir über die Regelverstöße aufgeklärt. Beispiele für Regelverletzungen sind Stockschlag, Hoher Stock, Übertriebene Härte und den Schläger zwischen den Beinen des Gegners zu halten. Anschließend wurde mit den Übungen begonnen. Bei der ersten Übung mussten wir den Ball im Stand an der Schaufel des Schlägers führen und zwischen Vorhand und Rückhand wechseln. Diese Übung wurde mit einer Partnerin wiederholt, wobei wir mit der Partnerin Blickkontakt halten mussten und nicht auf den Ball schauen durften. Danach mussten wir den Ball in der Drehbewegung an der Schaufel führen und dann bewegten wir uns durch die Turnhalle. Dadurch wurde das Gefühl für Schläger und Ball trainiert. Die nächste Übung bestand darin den Ball auf der Schaufel bis zur Kniehöhe zu jonglieren. Dann liefen wir mit Schläger und Ball einen Slalom durch Stangen, die die Gegner darstellten und nach jeder Stange musste einen halbe Drehung gemacht werden. Die gleiche Übung wurde mit Reifen wiederholt, dann stellte sich in jeden Reifen ein Mädchen, das versuchen musste dem Vorbeilaufenden den Ball wegzunehmen. Nach einer kurzen Pause wurden Kegel auf 2 Langbänke gestellt und 2 Mannschaften gebildet. Danach mussten die beiden Mannschaften, Schweden und Portugal versuchen so viele Kegel wie möglich von der Bank zu schießen. Dieses Spiel endete 2:2. Nach Ende dieses Spiels wurden wir in vier Mannschaften aufgeteilt. Beim Bully(vergleichbar mit dem Ankick beim Fußball) standen sich Rot und Blau gegenüber. Dieses Spiel entschied Rot mit 2:0 für sich. Das Spiel zwischen Gelb und Weiß endete mit1:0 für Gelb. Es war eine tolle Möglichkeit diesen Sport näher kennen zu lernen und mehr über Floorball zu erfahren und vielleicht kann sich die eine oder andere für diesen Sport begeistern. Lena Wimmreuter, Hannah Kaiser, Alexandra Auer Was ist Floorball? Floorball ist die neueste Variante des seit dem Altertum bekannten Hockeyspiels. Es ist bereits in fast 40 Ländern auf vier Kontinenten verbreitet. In den 50er Jahren in Nordamerika wurde Floorball unter dem Namen „Floorhockey“ als eine Sommervariante des Eishockeys gespielt. Man tauschte im Sommer Hartgummi-Puck und Eishockeyschläger gegen Schläger und Lochball aus leichtem Plastik. Somit ist eines der schnellsten Spiele der Welt entstanden, voller Rasanz und Dynamik, dabei aber zugleich fair und verletzungsarm wie kaum ein anderes. Gegen Ende der 60er Jahre kam diese Spielidee nach Schweden, von wo sie ihren unvergleichlichen Siegeszug antrat. In Schweden selbst ist Floorball inzwischen absoluter Volkssport. In den schwedischen Schulen wird es von der ersten Klasse an gespielt. Die besten ihrer Zunft verdienen in einer Profi-Liga ihr Geld. Enorme Geldsummen wie in den Mannschaftssportarten Fußball, Basketball oder Eishockey, werden im Floorball jedoch nicht bezahlt. Somit gehört ein gewisser Idealismus dazu, um diesen Sport als Profi auszuüben. In Europa ist Floorball aktuell die Sportart mit den größten Zuwachsraten. Begründet liegt der Erfolg dieses Spiels in seiner überzeugenden Spielidee und vor allem in seinem einsichtigen Regelwerk. Da es in kurzer Zeit erlernt, von Jungen und Mädchen, Männern und Frauen gemeinsam gespielt werden kann, ist es insbesondere für den Schulsport und den Freizeitbereich interessant. Abgesehen davon ist Floorball ein sehr preiswerter Sport, denn man benötigt nur Hallenschuhe und einen Schläger. Es sind drei Floorballvarianten bekannt. Für den Schulbereich ist die Variante 4:4 (es wird ohne Tormann auf kleine Tore gespielt. 4 Spieler sind pro Mannschaft am Feld. Diese Form ist sehr gut für den Einsatz im koedukativen Unterricht geeignet, da die Spielregeln so ausgelegt sind, dass Buben und Mädchen gemeinsam spielen können, ohne dass es Probleme auf Grund der unterschiedlichen Athletik gibt) die beliebteste Form. In Schweden, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist Floorball bereits ein Volkssport. Tschechien und Deutschland haben enorme Zuwachsraten zu verzeichnen. Jetzt liegt es an uns, diesen Sport in die Schulen zu bringen um ihn auch in Österreich als Breitensport zu etablieren. Diese schnelle Hockeysportart hat im Laufe der Zeit viele Namen gefunden. In Schweden wird sie als „Innebandy“, in Finnland als „Salibandy“, in Deutschland und der Schweiz als „Unihockey“ bezeichnet. Im englischsprachigen Raum sowie auch in Österreich ist sie unter dem Namen „Floorball“ bekannt. Dies ist auch die internationale Bezeichnung für diesen Sport. |