Die (vom deutschen Ex-Bundeskanzler Schröder noch) als faule Säcke verunglimpften LehrerInnen werden heute umgarnt. "Sehr guten Morgen, Herr/Frau Lehrer/in" heißt es auf vielen Plakaten."
|

Die ich rief die Geister, werd´ ich nicht mehr los! - Viel zu wenige wollen Lehrer/in werden!
Der laut mancher Medien bestbezahlteste und gemütlichste aller Berufe ist anscheinend doch nicht der Traumjob der Jugendlichen - warum wohl, Frau Minister?
Lehrermangel - in Deutschland bereits Realität (siehe untenstehenden Artikel in der renommierten Westdeutschen Allgemeinen Zeitung - und anderer Medien), bei uns bei Fortsetzung der Medien- und Diffamierungskampagne von Dr. Claudia Schmied mit Hilfe ihrer Kronen Zeitung ebenso bald Realität.
Und in 5 Jahren wird die/der Nachfolger/in von Unterrichtsministerin Schmied (oder sie selbst) sagen, an dem LehrerInnenmangel in Österreich trage er/sie keine Schuld, das war die Politik meiner Vorgängerin / früherer Regierungen / anderer Parteien / der Globalisierung / der Pädagogischen Hochschulen / der Universitäten / der Gesellschaft / und natürlich der Lehrerinnen und Lehrer!
Bild und Artikel in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung:

WAZ: Lehrer werden umworben - Gute Pädagogen in schönen Schulen - Leitartikel von Wilhelm Klümper
Essen (ots) - Von wegen "faule Säcke". Die von Bundeskanzler Schröder noch derart verunglimpften Lehrer werden heute umgarnt. "Sehr guten Morgen, Herr Lehrer" heißt es auf Plakaten in Baden-Württemberg, mit denen Pädagogen ins Ländle gelockt werden sollen. Und ausgerechnet das arme Berlin kratzt Geld zusammen, um das Gehalt ihrer Lehrer um über 50 Prozent zu erhöhen.
Der aktuelle Lehrermangel tut der Wertschätzung dieses Berufes gut. Mehr Geld und mehr Anerkennung könnten die Zahl der hervorragenden Lehramtsanwärter erhöhen. Viele Lehrer haben ein eher bescheidenes Abi gebaut. Der Lehrerberuf war daher angesichts der Zulassungsbeschränkungen in anderen Fächern für manchen nur eine Notlösung.
Wer sich an seine eigene Schulzeit erinnert oder seinen Kindern aufmerksam zuhört, weiß um die herausragende Bedeutung von guten Lehrern für den weiteren Lebensweg. Ein fachlich versierter Mathepauker, der aber nicht erklären und damit kindgemäß unterrichten kann, vergällt ganzen Jahrgängen von Schülern lebenslang die Lust auf dieses Fach. Und langweilige Deutschlehrer werden es niemals schaffen, ihre Schüler für die faszinierende Welt der Literatur zu begeistern. "Welch ein Beruf! Welches Schicksal kann es für ein Kind oder für einen Jugendlichen bedeuten, den richtigen Lehrer zur richtigen Stunde zu finden oder zu verfehlen", schreibt der Pädagoge Bernhard Bueb in seinem jüngsten Buch "Von der Pflicht zu führen".
An guten Schulen sollten die Lehrer zukünftig weniger allein gelassen werden. So kann etwa Biologieunterricht in vier parallelen Klassen stattfinden und keiner der Lehrer weiß, was im benachbarten Klassenraum passiert. Solange sich ein Pädagoge an die Lehr- und Versetzungspläne hält, kann er weit gehend ohne Erfolgskontrolle vor sich hinwursteln. Um sich auszutauschen, brauchen Lehrer Rückzugsmöglichkeiten. Warum haben Lehrer eigentlich kein eigenes Büro?
Schulen müssen zukünftig professionell wie ein Unternehmen geführt werden. Der Schulleiter von heute ist als Verwaltungschef ein bürokratischer Papiertiger. Schlechte Lehrer kann er nicht rausschmeißen, lediglich zur Versetzung vorschlagen, exzellente Lehrer darf er nicht mit Leistungsprämien belohnen. Wir brauchen engagierte Schulmanager mit beherzten, gut bezahlten Lehrern in schönen Schulgebäuden. Dann muss es uns um unsere Zukunft nicht bange sein.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2
Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de
Url zum Artikel: http://www.ad-hoc-news.de/waz-lehrer-werden-umworben-gute-paedagogen-in-schoenen--/de/Politik/20063648

|