BRG Zell am See

Anmeldungen für den Besuch des Gymnasiums im Schuljahr 2012/2013:
Freitag, 10. Feb. 10:30 bis 14:00 Uhr und von Montag 20. Feb. bis Freitag, 2. März jeweils von 7:00 bis 13:30 Uhr im Sekretariat, 1. Stock
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

BRG Zell am See
aktuelle Termine:

8. Februar: Semesterkonferenz
10. Februar: Ausgabe der Schulnachricht (in der letzten Unterrichtsstunde)
Semesterferien in der Woche vom 13. bis 17. Februar


News:
Marie-Theres Zembacher und Julian Libiseller-Egger sind beim Safer Internet Tag im Parlament in Wien > siehe Artikel

Neueinträge:
Safer Internet goes Parliament
My Exchange Year
Herzliche Gratulation!

Mittwoch,
08.02.2012

gymzell.at
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Eine Exkursion im Rahmen des Projektes "A tale of two valleys" führte die beiden sechsten Klassen auf die Neubau Hütte in Kolm Saigurn und 15 SchülerInnen sogar auf den Gipfel des Sonnblicks!

Rasches Planen und Handeln war notwendig, da jeder Wetterumschwung eine Besteigung der Neubau-Hütte (mit Übernachtung) und des Sonnblicks gefährtet hätte. Aber die gesamte Organisation (Bus, Hütte, Nationalpark, Bergführer) klappte, am Mittwochvormittag (also nur 2 Tage nach Schulbeginn) stiegen die beiden sechsten Klassen, begleitet von ihren Klassenvorständen Mag. Elisabeth Hochhold - Falkner, Mag. Peter Graf und Nationalparkführern zur Neubauhütte (2100m Höhe) auf. Am Nachmittag vermittelten die Nationalparkführer Wissenswertes über die Gletscher und den Bergbau.

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Der Sonnblick im Morgenhimmel
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Aufbruchsstimmung

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Südfön und Wolkenmauer am Nachmittag

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Vor der Neubauhütte
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Ein (wie immer) optimistischer Blick in die Runde
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Der Berggraf!
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Besprechung des Aufstiegs
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Aufbruch zum Tauerngold-Rundweg 
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Beim Gletschertor

Am Donnerstag, 14. September, stieg ein Teil der Gruppe mit Mag. Peter Graf, Mag. Josef Ebner und drei Bergführern zum Sonnblick auf, die anderen Schülerinnen und Schüler begingen und "begriffen" (im wahrsten Sinne des Wortes) auf dem Tauerngold-Rundweg mit Mag. Elisabeth Hochhold-Falkner und Dir. Mag. Rainer Hochhold den Gletscher, die Rückzugsstände in den letzten 150 Jahren und die wechselvolle Geschichte des Goldbergbaus.

Fotos von der Gipfeltour (Originalton Peter Graf:  "Es war wirklich ein tolles Erlebnis!")

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Vor der Rojacherhütte!
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Kurze Rast vor der Hütte
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Gratkletterei
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Gruppenfoto beim Aufstieg
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Eisenstifte am Grat
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Die letzten Höhenmeter
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Das Gipfelobservatorium zum Greifen nahe!
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Vor dem Zittelhaus
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Querung eines Altschneefeldes beim Abstieg

Geographisches:

Nach Ende der letzen großen Kaltperiode (Eiszeit) vor rund 18.000 Jahren zogen sich die Gletscher bis etwa 10.000 vor Heute in die Hochgebirgsregionen zurück. Im 16. und 17. Jahrhundert kam es zu einer Klimaverschlechterung, die zu Gletschervorstößen führte. Damals wurde das Vogelmeier-Ochsenkar wieder von Eismassen überfahren und auch der Name (Voglmeier-Ochsenkar-Kees) auf den Gletscher übertragen. Nach einem Höchststand um 1850 begannen sich die Alpengletscher mit einer kurzen Unterbrechung um 1920 zurückzuziehen, ein Vorgang, der bis Heute anhält! In den letzten 150 Jahren hat sich die Gletscherzunge um rund 1400 m zurückgezogen, in hundert Jahren rund 100 Millionen Kubikmeter an Masse verloren.

Bei einer andauernden Klimaerwärmung (gleichbedeutend mit einer höheren Schneegrenze) wird es zu einem raschen Zerfall des unteren Lappens kommen, die Gletscherzunge in der Höhe der Steilstufe auf ca. 2500 m (rund 100 m höher als Heute) enden.

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Vor 150 Jahren endete hier der Gletscher
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Schautafel mit dem 1850-er Höchststand
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Gletscherendmoränen um 1920, im Hintergrund der  heutige Stand des Vogelmeier-Ochsenkarkeeses!
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Das heutige Gletschervorfeld, um 1940 lag hier das Gletschertor
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Der horizontale Rückzug seit 1969 beträgt rund 300 Meter!
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Das Gletschertor im Jahre 2005. Interessant der Vergleich mit dem aktuellen Foto 2006 (siehe oben) hinsichtlich der Verflachung der Zunge

Historisches:

Hinweise auf einen Abbau von Gold und Silber in den Hohen Tauern stammen schon aus der Antike (bei Strabo), der Bergbau der neueren Zeit erlebte 1342 mit einer erzbischöflichen Bergordnung, in der die Rechte und Pflichten der Bergbaubetreibenden festgelegt wurden, einen rasanten Aufschwung. Damals wurden jährlich rund 30 kg Edelmetall gefördert.

Aufgrund technischer Neuerungen (v.a. die Erfindung des "Sackzuges", mit dessen Hilfe das am Berg gewonnene Erz in Säcken im Winter zu Tal gezogen wurde und des maschinellen Pochens im Tal) konnte die Produktion im 15. und 16. Jahrhundert wesentlich gesteigert werden. Im "Rekordjahr" 1557 konnten 830 kg reines Gold und 2723 kg reines Silber gewonnen werden (der Hauptanteil mit 80 bis 90 % allerdings im Gasteiner Tal am Radhausberg und Silberpfenning). Die Gewerkenfamilien (v.a. die Weitmoser) hatten großen - auch politischen  - Einfluss, der Salzburger Erzbischof zählte Dank des Tauerngoldes zu den reichsten Fürsten seiner Zeit!

Im 17. und 18. Jahrhundert gingen die Fördermengen immer mehr zurück, Schuld daran waren aber weder die Klimaverschlechterung (siehe >Geographisches) noch die (unmenschliche) Protestantenvertreibung der Erzbischöfe, der Grund liegt ganz einfach in der Erschöpfung der Lagerstätten. Auch die immensen Bestrebungen eines Ignaz Rojachers, begleitet von genialen Innovationen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, waren trotz größter Anstrengungen nicht mehr erfolgreich, er scheiterte wirtschaftlich. Geblieben sind seine Verdienste um die Errichtung des Sonnblick-Observatoriums und sein bewundernswerter Unternehmergeist.

Im Jahre 1938 versuchte die nationalsozialistische Preuß-AG (in dem vom Tunnelbauer Karl Imhof initiierten Stollen zwischen Gastein und Kolm-Saigurn) die Wurzeln der Erzgänge neu anzufahren, auch dieses Unternehmen musste scheitern.  Man fand aber etwas, was man nicht gesucht hatte, nämlich eine Zone heißen Gesteins, mitten im Berg mit hohem Radongehalt und hoher Luftfeuchtigkeit. Dieser Stollen wird heute für therapeutische Behandlungen bei Rheuma- und Asthmaleiden genutzt.

Dank vieler Initiativen im Umfeld des Nationalparks Hohe Tauern wurden in den letzten Jahren zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, Schautafeln angebracht und Broschüren herausgegeben. Damit wurde ein Stück Heimatgeschichte bewahrt und für zukünftige Generationen (wie unseren Schülerinnen und Schülern) bereitgestellt!

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Als "Neubau" bezeichnete man ursprünglich den Augustiner-Stollen, später ging der Name auf das dazugehörende Berghaus über! 
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 Das historische Radhaus (Erklärung siehe unten)
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Die sogenannte Bremsbahn von den Knappenhäusern zum Radhaus
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Blick auf die Knappenhäuser mit Abraumhalden und der Gletschermoräne von 1850
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Knappenhaus: Hier lebten und arbeiten bis zu 200 Bergknappen während aller Jahreszeiten!
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Der obere Teil der Bremsbahn, hier wurde das erzhältige Gestein transportiert

Historische Aufnahmen:

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Das Maschinen- oder Radhaus, die Antriebsstaion des Schrägaufzuges um 1885. Die Standseilbahn förderte das erzhältige Gestein mittels einer großen Kiste, die mit Rädern auf Holzgeleisen bewegt wurde, zu den Aufbereitungsanlagen im Tal.
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Ab dem 17. Jahrhundert gab es oft mehrere Meter große Grubenkarten von den begehbaren Stollen und Schächten der Bergbaureviere (Gasteiner Heimatmuseum)
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Diese alte Abbildung (im Gasteiner Heimatmuseum) liefert einen Eindruck in die mühsame und beschwerliche Arbeit der Bergknappen


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