Als VertreterInnen Österreichs reisten Shamin Vogel, Claudia Schwaiger, Margit Rieder und Johanna Höller, unterstützt durch drei SchülerInnen aus Villach, nach Irland. Die Zeller Gymnasiastinnen hatten sich bei einem nationalen Auswahlverfahren für das EYP in Dublin qualifiziert.
Bericht von Shamin Vogel:
Zell am See, 25. November 2007. Die österreichische Delegation des Europäischen Jugendparlaments (EYP) ist vor wenigen Tagen nach Österreich heimgekehrt. Die sieben Schülerinnen und Schüler aus dem Bundesgymnasium Zell am See sowie aus dem Gymnasium in Villach haben 10 Tage lang an der internationalen EYP-Session in Dublin spannende Debatten und interessante Begegnungen mit Jugendlichen aus fast allen Ländern des geographischen Europas erlebt.
500 Jugendliche aus rund 30 Ländern Europas nahmen an der diesjährigen internationalen Session des European Youth Parliament in Dublin teil. Als Vertreter Österreichs reisten Shamin Vogel, Claudia Schwaiger, Margit Rieder, Johanna Höller, Iris Werner, Lisa Salmhofer, Lukas Zaminer nach Irland. Die Zeller Gymnasiasten hatten sich im Frühling bei einem nationalen Auswahlverfahren für Dublin qualifiziert und bekamen noch Unterstützung von 3 Villachern.
Nach der Ankunft in Irland verbrachten die Jugendparlamentarier zunächst zwei Tage in der wunderschönen Ferienhaussiedlung ?Avon Ri? außerhalb von Dublin. Die Teilnehmer aus den verschiedenen Ländern wurden dort bunt gemischten Gruppen, auch Komitees genannt, zugeteilt. Hier fanden erste Team Building Spiele statt. Über Landes- und Sprachgrenzen hinweg kam es zu interessanten Begegnungen und zu einem ausgeprägten europäischen Zusammengehörigkeitsgefühl.
Nach diesen ersten Tagen fuhren alle Delegierte in die Innenstadt Dublins. An den folgenden drei Tagen wurden in 15 themenspezifischen Komitees Resolutionen zu gesellschaftspolitischen Fragen von internationaler Bedeutung vorbereitet. Zur Debatte stand ein breites Spektrum von Themen, das von Außenpolitik (Kosovo und Islam) über Fragen zur Europäischen Verfassung und Klimawandel bis zu den Rechten homosexueller Paare reichte.
Danach begann die eigentliche Session des Europäischen Jugendparlaments. Stilgerechter Schauplatz war der Dáil Éireann, der Tagungssaal des irischen Unterhauses im Parlamentsgebäude Leinster House in Dublin, eine Örtlichkeit, die natürlich formelle Kleidung und respektvolles Verhalten verlangte. Am ersten Tag wurden die nationalen Delegationen von der irischen Staatspräsidentin Mary McAleese begrüsst. Anschließend begannen die Debatten der Jugendparlamentarier über ihre Resolutionsentwürfe. Nach teilweise sehr intensiven und emotionalen Debatten wurden die bereinigten Resolutionen zu Händen verschiedener Institutionen innerhalb der EU verabschiedet.
Die 56. internationale Session des Europäischen Jugend Parlaments schloss mit einem Abschiedsball, der vor allem mit einem überdimensionalen Schokobrunnen die jungen Politiker beeindruckte und verköstigte. Alles in allem war diese Session für alle Beteiligte eine unvergessliche Erfahrung und alle leiden jetzt an der typischen Krankheit: PED (Post EYP Desease).
Es war eine Plattform, auf der junge Leute ihre Meinung und Ideen kundtun durften, sich kulturell austauschen konnten, viel gelernt haben und zudem noch wunderbare Freundschaften mit Menschen aus ganz Europa geschlossen haben. Das Leitmotto: "Young people thinking big" wurde voll und ganz ausgeschöpft und wie die irische Präsidentin richtig sagte: es war eine einzigartige Gelegenheit den Europäischen Gedanken weiterzugeben.
Die österreichische Delegation bedankt sich vor allem bei ihren Hauptsponsoren, ohne die diese unvergessliche Erfahrung nie möglich gewesen wäre:
Gymnasium Zell am See
Pinzgau Milch
Berger
Hotel Sacher
Kurverwaltung Zell am See
Stadtgemeinde Zell am See
Fotos: Claudia Schwaiger