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Montag,
21.05.2012

Nur noch 45 Tage bis zum Schulschluss!
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Entscheidungshilfen für einen Übertritt nach der 4. Klasse Volksschule in eine AHS nach den Kriterien Noten, physische und psychische Stabilität, intellektuelle und entwicklungsbedingte Komponeneten, Selbstständigkeit, Interessen und Motivation!

Schulische Noten:

Erbringt das Kind in allen Fächern gute Noten? Wird es im Jahreszeugnis einen oder mehrere »Dreier« bekommen? (mit/ohne Aufnahmeprüfung?) Kommt eine gute Note nur dadurch zustande, weil intensiv und regelmäßig mit dem Kind geübt wird bzw. geübt werden muss?

Interpretation als Entscheidungshilfe: Beachten Sie, wie selbständig Leistungen erbracht werden. Erhält das Kind gerade noch ein »Gut« oder sogar ein »Befriedigend« in Deutsch und/oder Ma-thematik, dann zählt es voraussichtlich zur "Risiko-gruppe" im Gymnasium. Bedenken Sie auch, dass die Note eine umfassende Beurteilung darstellt und Teilleistungsschwächen oft nicht im entsprechenden Ausmaß in der Benotung erkennbar sind.


Physische und psychische Stabilität:

Kann sich das Kind Gelerntes ausreichend merken, kann es sich auf eine Aufgabe konzentrieren? Ist das Kind beim Lernen oft mit den Gedanken abwesend? Wie findet sich das Kind in einer neuen Um-gebung zurecht, wenn es auf sich alleine gestellt ist?

Interpretation als Entscheidungshilfe:Wenn Sie die Beobachtung machen, dass sich Ihr Kind Gelerntes schlecht oder nur kurz merken kann, wenn sich das Kind nicht ausreichend konzentrieren kann, wenn es dem Umfeld mehr Aufmerksamkeit schenkt als dem Unterricht oder einer Lernaufgabe, dann wirkt sich das in einer höheren Schule mit Fachlehrersystem wesentlich stärker auf die Noten aus als in der Volksschule.


Intellektuelle und entwicklungsbedingte Komponenten:


Hat das Kind in der Schule verstanden, wie eine Aufgabe zu erledigen ist? Macht Ihr Kind die Hausübungen großteils eigen-ständig? Muss das Kind zu den Hausaufgaben oft angehalten werden? Trödelt es beim Lernen? Können Sie das Kind auch ohne Lern- und Aufgabenkontrolle in die Schule schicken? Bringt das Kind für selbständige Arbeit die nötige Konsequenz und Ausdauer mit?

Interpretation als Entscheidungshilfe:Wenn Sie beobachten, dass Ihr Kind die Hausübungen nur dann macht, wenn Sie darauf drängen oder Lernaufgaben meist nur mit ihrer Hilfe erledigt werden können, ist die Selbständigkeit unzureichend.Verhelfen Sie dem Kind auch zu einer Einstellung, dass es den Verpflichtungscharakter der Hausübungen erkennt und diese eigenständig erledigt. Zeigen Sie Interesse am schulischen Geschehen. Es tut jedem Kind wohl, zu erfahren, dass die Eltern sich dafür interessieren, was es in der Schule macht und was es zu lernen hat.

Selbständigkeit:

Verzagt das Kind leicht, wenn eine Schularbeit oder eine Prüfung nicht so ausfällt, wie erwartet oder wenn mehrere Aufgaben auf einmal zu bewältigen sind? Akzeptiert Ihr Kind Kritik? Wie reagiert es auf Leistungsdruck?  Traut sich das Kind etwas zu? Reagiert das Kind auf Stresssituationen mit Ausreden, vorgetäuschten oder tatsächlichen Beschwerden (Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit)?

Interpretation als Entscheidungshilfe: Jeder Mensch braucht ein gewisses Maß an Frustra-tionstoleranz, d.h. man muss lernen, auch Unange-nehmes auszuhalten. Daneben brauchen gerade Kinder viel Lob und Anerkennung. Ein überfordertes Kind bleibt oft hinter seinen Leistungsmöglichkeiten zurück. Schätzen Sie bei der Schulwahl Ihr Kind da-her auch auf mögliches zeitweiliges Schulversagen ein. Ist das Kind infolge unzulänglicher physischer und psychischer Stabilität oft krank und hat es da-durch viele Fehlstunden, kann die Schulleistung davon betroffen sein, der Druck, das Versäumte nach-zuholen, wird noch stärker!

Interessen und Motivation:

Ist Ihr Kind neugierig? Stellt Ihr Kind gerne Fragen zu verschiedenen Wissensgebieten? Geht das Kind gern oder ungern zur Schule? Hat das Kind eine Reihe von Interes-sen (die sich mit der Schule auch in Einklang bringen lassen)? Liest es gerne? Können Sie über schuli-sche Dinge reden, ohne dass das Kind ausweichend oder zurück-weisend wird?

Interpretation als Entscheidungshilfe: Empfindet das Kind das Schulgehen als lästige Pflicht, wirkt sich das negativ auf die Aufnahmebe-reitschaft aus. Es wird sich weniger merken als ein Kind, das Freude und Genugtuung an der Schule empfindet und am Unterrichtsstoff interessiert ist. Oft lesen unmotivierte Kinder auch nur ungern. Wenn die Vorliebe für außerschulische Tätigkeiten so groß ist, dass Lernen zur unangenehmen Verpflichtung degradiert wird, wird das Gymnasium für Ihr Kind wahrscheinlich nur schwer zu bewältigen sein.


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