Auf dem Programm stehen der Besuch der Filmstat Bavaria, in der bekannte Filme wie "Das Boot", "Die Unendliche Geschichte", "Asterix und Obelix gegen Caesar", "(T)Raumschiff Surprise" und viele Fernsehfilme und -serien produziert wurden.

Die Alte Pinakothek in München zählt zu den wichtigsten europäischen Museum mit einer riesigen Sammlung alter Meister.
Die Münchner Kammerspiele, gegründet 1911 und seit 1926 in einem von Richard Riemerschmid um die Jahrhundertwende geschaffenen Jugendstiltheater in der Maximilianstraße beheimatet, zählen seit ihrem Bestehen zu den bedeutendsten deutschen Sprechtheatern. Bereits Bert Brecht inszenierte hier seine Uraufführungen. Viele berühmte Regisseure arbeiten bis heute hier an einer der wichtigsten und progressivsten Bühnen im deutschen Sprachraum .

Wir sehen "Zur Schönen Ausssicht" von Ödön von Horvath.
ZUR SCHÖNEN AUSSICHT ist ein heruntergekommenes Hotel. An der Wand der Lobby hängt noch eine Karte vom alten Europa, Zeugnis einer längst untergegangenen Epoche. Die Erdachse hat sich verschoben. Das Hotel wird von seltsamen Gestalten mit verdächtiger Vergangenheit geleitet, die in einer durcheinandergeratenen Zeit an diesem Ort gestrandet sind. Hotelgäste gibt es schon lange nicht mehr, weil verregnete Sommer und überwarme Winter schlecht für das Geschäft sind. Baronin Freifrau von Stetten ist der letzte zahlende Dauergast. Sie nutzt sämtliche bizarren Dienstleistungen des Hotelpersonals mit allen vergnüglichen Extras. Ihr Motto: "Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu" beschreibt treffend und stellvertretend diese zwischen Wahn und Wirklichkeit oszillierenden Charaktere. Bis Christine auftaucht, die zehn Monate zuvor in dem Hotel noch ihren Sommerurlaub verbracht hat, der nicht ohne Folgen blieb. Nun (be)sucht sie den Vater ihres Kindes zwecks Zukunftssicherung durch Heirat, nachdem sie in ihrer Heimat "abgebaut" wurde. Die Fremde wird zunächst von den schmierigen Männern des Hotels als Prostituierte verleumdet, die ihnen vor Jahr und Tag zu Diensten stand, ehe Christine offenbart, ein Vermögen geerbt zu haben und sich nun die geldgierigen Männer selbst als käuflich erweisen und um die schöne Fremde herumtaktieren, weil die Hoffnung auf eine gesicherte Zukunft zur Aussicht steht. Ödön von Horváth zeichnet in dieser bitterbösen Komödie aus den goldenen 1920ern das Bild eines Hotels Europa kurz vor dem Bankrott in einem gefährlichen politischen und sozialen Vakuum, in dem einzig der Kapitalismus die heilbringende Religion ist. Christiane Pohle inszeniert regelmäßig an den Münchner Kammerspielen, wo zuletzt DIE RÄUBER NACH SCHILLER und PARZIVAL entstanden. Außerdem arbeitet sie u.a. am Thalia Theater Hamburg und am Wiener Burgtheater.
Das Konzentrationslager Dachau lag rund 20 Kilometer nördlich von München, der Hauptstadt der „nationalsozialistischen Bewegung“. Es war das erste dauerhafte Konzentrationslager im Deutschen Reich und ist heute eine Gedenkstätte. Das Lager war der erste Ort, an dem einem Lagerkommandanten die alleinige Gerichtsbarkeit zugeteilt wurde und geltendes Recht erfolgreich außer Kraft gesetzt wurde. Die SS erschuf hier erstmals einen „Staat im Staat“, an dem sie politisch Andersdenkende festhielt, unterdrückte und ermordete. In keinem anderen Lager geschahen soviele politische Morde, kein anderes Lager bestand so lange. Das Regime präsentierte es als Vorzeigelager und zur Abschreckung, einerseits wurden ausländische Beobachter zu Besichtigungsführungen eingeladen, andererseits erschienen propagandistische Berichte in Zeitungen. In späteren Jahren, erst nachdem sich das NS-Regime konsolidiert hatte, errichtete die SS nach dem organisatorischen Vorbild Dachau weitere Konzentrationslager im Reich. Es bestand bereits acht Jahre, als das System der Verfolgung schließlich in den Vernichtungslagern gipfelte, die während der Kriegsjahre auf polnischem Gebiet weit im Osten errichtet wurden. Das nationalsozialistische Regime betrieb es zwölf Jahre vom 22. März 1933 bis zur Befreiung durch amerikanische Truppen am 29. April 1945. Von insgesamt mindestens 180.000 Haftinsassen starben über 32.000. Hans Lainer |