„Weltsicht entwickeln“ – unter diesem Motto stand der Südwind Workshop „Baumwolle & Mode“ mit der 4b (Prof. Lindner) und 5a Klasse (Prof. Altenberger).
„Weltsicht entwickeln“ – unter diesem Motto stand der Südwind Workshop: „Baumwolle & Mode“ mit der 4b (Prof. Mag. Maria Lindner) und 5a Klasse (Prof. Mag. Christoph Altenberger) im Rahmen des Geographie und Wirtschaftskunde Unterrichts.
Der lange Weg meiner Jeans!
Schluss, raus, Ausverkauf ... was Neues gekauft und dafür wieder ein Stück mehr auf den Altkleiderberg! Kein Ausweg aus dem Konsumrausch?
Im Baumwoll- und Modeworkshop geht es um den langen Weg von der Baumwolle bis zu einer fertigen Jeans bzw. einem fertigen T-Shirt. Angefangen beim Anbau des weltweit wichtigsten Textilrohstoffes über die Verarbeitung in Asien und Mittelamerika bis zum Verkauf in Europa und schließlich auf den Altkleidermärkten Afrikas wird der gesamte Prozess vermittelt.
Anhand von Baumwollpflanzen und eigenen Spinnversuchen lernen die Schüler den Rohstoff kennen. Ein wichtiger Aspekt des Workshops sind die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Kleidung (Ausbeutung, Kinderarbeit ), sowie ökologische Bedingungen beim Anbau und der Verarbeitung von Baumwolle (Chemikalien, Saatgut, Wasserverbrauch). Zum Schluss geht es noch darum das eigene Konsumverhalten bzw. Einstellung zum Thema Mode zu reflektieren.
Schüler/Innenstimmen:Am 2.März 2009 wurde die 5a von zwei Mitarbeitern der Agentur Südwind besucht. Wir wurden in die Tätigkeit und Projekte von Südwind eingeführt und bekamen einen genaueren Einblick in die Bereiche Baumwolle, Kleidung und Mode. Wir bekamen auch Tipps zum Recyceln von Altkleidern und was man nicht machen sollte. Ziemlich erstaunt war die gesamte Klasse als wir erfuhren, dass man nicht alle Textilien spenden sollte. Durch eine solche Spende verlieren nämlich die örtlichen Schneider und Baumwollbauern in südlichen Ländern ihre Arbeit und haben so keine finanzielle Einkommensquelle mehr. Besser wäre, wenn man alte Kleidung so oft wie möglich an Freunde oder Verwandte verschenken würde, oder erst in Krisensituation (so wie im Falle einer Überflutung) in andere Länder schickt. Die beiden Mitarbeiter haben uns auch den Weg der Baumwolle gezeigt, bis sie eine fertige Hose ist. Auch wie viel des Geldes an das Geschäft, Werbung, Qualität und Mitarbeiter gehen haben wir erfahren. Bei einem Stationenspiel bekamen wir einen Eindruck über den Arbeitsalltag einer Näherin, durften selber einen Kritikzettel an eine uns bekannte Firma schreiben und sahen auf einigen Bildern den Modeverlauf der letzten Jahrzehnte. Zum Schluss sahen wir noch einen aktuellen Film über die Arbeitsverhältnisse von Schneiderinnen in südlichen Ländern.
Vielen Dank noch einmal an die beiden Südwindmitarbeiter!
Bauer Camilla 5a4B statements:Verdeutlichung des Problems unserer Wegwerfgesellschaft – wachgerüttelt werden!; Ungerechtigkeit bei der Kostenaufteilung eines Produktes sehen; die Bedeutung von Baumwolle in unserem Leben sehen; Frage nach der Sinnhaftigkeit von Kleiderspenden in die „Länder des Südens“; erschreckendes System der Ausbeutung erklärt bekommen; bewusst machen der „Chemiekeule“ bei der Herstellung von Kleidung.