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Druckansicht öffnenAllgemeinbildung ist Zukunft

Auf der Suche nach dem besonderen Spezifikum der AHS trifft man auf den Begriff der Allgemeinbildung. Sie stellt das eigentliche und hauptsächliche Bildungsangebot der AHS dar und unterscheidet in ihrer Breite und Tiefe die AHS von den anderen Schultypen.

Thomas Plankensteiner Allgemeinbildung ist Zukunft
(vollständiger Artikel veröffentlicht in: Erziehung und Unterricht Mai/Juni 5-6/03; S. 550 - 554)

Allgemeinbildung als Hauptangebot der AHS
Eine solche Allgemeinbildung ist nämlich Voraussetzung für jene Flexibilität und Mobilität, die für eine spätere berufliche Aus- und Weiterbildung immer wichtiger werden und von der Wirtschaft vermehrt nachgefragt werden.
Was hat man nun aber unter „Allgemeinbildung" eigentlich zu verstehen? Ein derart häufig verwendeter Begriff läuft Gefahr, sehr unscharf und vieldeutig verwendet zu werden. Daher ist es ratsam, einen Definitionsversuch zu wagen. Zwei Dimensionen kennzeichnen den Wert der Allgemeinbildung:
• Die soziale Dimension: Unter diesem Aspekt ist Allgemeinbildung die Fähigkeit, auf der Basis von Grundkenntnissen über die verschiedenen Weltzugänge Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen und von dieser Grundlage aus die Welt kreativ zu gestalten. Allgemeinbildung ist also eine ganz wesentliche Voraussetzung für die Gesellschaft insgesamt, Welt und Vergangenheit zu reflektieren, um die Gegenwart besser zu begreifen und sich auf Zukunft hin weiterzuentwickeln. So gesehen leistet Allgemeinbildung einen unverzichtbaren Beitrag zum Fortschritt und zur Humanisierung der Gesellschaft.
• Die individuelle Dimension: Allgemeinbildung darf nicht nur für gesell¬schaftliche Zwecke instrumentalisiert werden, sondern hat darüber hinaus auch die wichtige Aufgabe, den Einzelnen zu möglichst großer Flexibilität und Mobilität zu befähigen, als günstige Voraussetzungen für persönlich-Entfaltung und beruflichen Erfolg.

AHS: Einheit in der Vielfalt
Die AHS als jener Schultyp, der sich die Vermittlung einer fundierten Allgemeinbildung zum Hauptziel gesetzt hat, lebt also von der Grundidee, junge Menschen umfassend auf das Leben vorzubereiten, indem ihre Persönlichkeit gefördert, Wissen vermittelt, Neugierde geweckt und junge Menschen für Entwicklungen stark gemacht werden. Die AHS (Langform) realisiert diesen allgemeinen Auftrag in einem differenzierten Angebot mit drei Grundtypen: Gymnasium mit sprachlichem Schwerpunkt, Realgymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt und Wirtschaftskundliches Realgymnasium mit wirtschaftskundlichem Schwerpunkt (Anm.: in Salzburg nur ein Standort: WIKU Nonntal).

Allgemeinbildung als Vermittlung von Kompetenzen
Die Fachwelt ist sich heute darüber einig, dass Allgemeinbildung nicht (mehr) darin besteht, möglichst viele Daten und Fakten zu kennen und reproduzieren zu können. So sehr eine Fernsehsendung wie die „Millionenshow" einerseits dazu beiträgt, Wissen und Bildung als Wert in der Gesellschaft salonfähig zu machen, so sehr transportiert sie andererseits einen auf das reine Faktenwissen reduzierten Begriff von Allgemeinbildung.
Dagegen weiß man heute, dass Allgemeinbildung vielmehr im Erwerb und in der Anwendung bestimmter Kompetenzen besteht, also an die Stelle des Wissens weit gehend das Können getreten ist. Zu diesem Können gehört etwa auch die Fähigkeit zu wissen, wie man auf bestem und schnellstem Wege zu gesicherten Daten und Fakten gelangt. Dennoch darf man auch bei der Vermittlung von Kompetenzen nicht auf die Weitergabe eines soliden Grundwissens verzichten. Nur wer einen groben Gesamtüberblick über das Wissen unserer Zeit besitzt, kann Zusammenhänge erkennen und Einzelerkenntnisse in ein Gesamtsystem einordnen.

Die im Rahmen der Allgemeinbildung zu vermittelnden Kompetenzen lassen sich folgendermaßen einteilen:

Fachliche Kompetenzen
Hier geht es darum, die verschiedenen, von den einzelnen Wissenschaftsbereichen bearbeiteten Weltzugänge als fundamentales Basiswissen zu vermitteln, um so ein grundsätzliches Weltverständnis bei jungen Menschen zu ermöglichen. Die Erfüllung dieses Anspruches erfordert eine ständige Rückbindung der Lehrenden an die jeweiligen Fachwissenschaften und ihren aktuellen Forschungsstand.
Die unterschiedlichen Weltzugänge sind den einzelnen Unterrichtsgegenständen in der AHS zuzuordnen:
• dem sprachlich-kommunikativen Weltzugang die Fächer Deutsch, lebende Fremdsprachen, klassische Sprachen und Informationstechnologie;
• dem  historisch-geisteswissenschaftlichen  Weltzugang  die  Fächer Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung, Psychologie und Philosophie, Religion und Ethik;
• dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Weltzugang die Fächer Mathe¬matik, Geografie und Wirtschaftskunde, Physik, Biologie und Umweltkunde und Chemie;
• dem kreativ-emotional-musischen Weltzugang die Fächer Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Werkerziehung und (ev.) Instrumentalunterricht. Diese Struktur spiegelt sich auch im neuen Lehrplan für die AHS, in dem die Ziele der Allgemeinbildung in fünf Bildungsbereichen (Sprache und Kommunikation, Mensch und Gesellschaft, Natur und Technik, Kreativität und Gestaltung, Gesundheit und Bewegung) näher erläutert werden.

Formale Kompetenzen
Während die fachlichen Kompetenzen auch im traditionellen Begriff von Allgemeinbildung dominant enthalten waren, ist die zunehmende Bedeutung der formalen Kompetenzen erst in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten entdeckt worden. In einer Zeit, in der die Halbwertszeit von fachlichem Wissen laufend abnimmt und die Aneignung von aktuellem Wissen ständig beschleunigt und vereinfacht wird, gewinnen formale Kompetenzen, auch dynamische Fähigkeiten genannt, immer mehr an Wert. Darunter versteht man jene grundsätzlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die unabhängig vom konkreten Inhalt anwendbar, auf den Gebrauch des stets sich ändernden Wissens übertragbar und auf die Beherrschung und Anwendung der jeweils geeigneten Methoden ausgerichtet sind. Einige dieser formalen Kompetenzen, die in der modernen Berufswelt eine immer größere Rolle spielen, seien
er genannt:
- Hohes Abstraktionsvermögen, Denken in Begriffen
- Erkennen von Zusammenhängen
- Unterscheidung zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem
- Geistige Beweglichkeit und Flexibilität
- Genauigkeit
- Kreativität
- Kritikfähigkeit
 -Übernahme von Verantwortung
 -Selbstverantwortlich leben in einer pluralistischen Gesellschaft

Die AHS wird vor allem dann einen sicheren Platz in der Bildungslandschaft haben, wenn es ihr noch besser als bisher gelingt, ihre unbestreitbaren Stärken in der Vermittlung dieser Kompetenzen weiter auszubauen und als Dienst an der Gesellschaft anzubieten.                

Soziale Kompetenzen
Die Qualität einer Gesellschaft wird nicht zuletzt daran gemessen, wie es um den sozialen Zusammenhalt bestellt ist und wie sie mit den Schwächsten umgeht. Aber auch im beruflichen Umfeld zählt längst nicht mehr nur die Einzelleistung, vielmehr gehört die Teamfähigkeit heute zu den zentralen Schlüsselqualifikationen. Die Schule, und insbesondere die AHS, hat daher die unbedingte Verpflichtung, soziale Grundhaltungen in hohem Maße zu vermitteln und den durch gemeinsames Denken und Handeln erzielbaren qualitativen Mehrwert erkennbar zu machen. Dies erfordert ein gewisses Umdenken in manchen Bereichen des Unterrichtens, war doch unser traditionelles System der Leistungserbringung und Leistungsmessung fast ausschließlich auf die individuelle Leistung abgestimmt und wurde jede Form der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Unterstützung weit gehend unter negativen Aspekten betrachtet. Es wird also wohl zu den wesentlichen Auf¬gaben künftiger Reformen im Schulbereich gehören, die Kompetenz der Teamfähigkeit und des sozialen Lernens besser als bisher strukturell zu verankern und angemessene Instrumente der gemeinsamen Leistungserbringung sowie der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung zu entwickeln, ohne auf die weiterhin wichtigen individuellen Aspekte zu verzichten. Zu den wesentlichen sozialen Kompetenzen, die es in der Schule zu vermitteln gilt, zählen:
- Teamfähigkeit
- Rücksichtnahme
- Toleranz
- Ehrlichkeit
- Solidarität
- Zivilcourage
- Wertekompetenzen

Ein Bildungsbegriff, der sich auf fachliche, formale und soziale Kompetenzen beschränkt, greift zu kurz. So wie die Gestaltung jedes menschlichen Lebens letztlich bewusst oder unbewusst von bestimmten Grundwerten geprägt und gesteuert wird, so ist auch die grundsätzliche Ausrichtung und Konzeption von Bildung abhängig von der Auswahl der bestimmenden Werte. So wird beispielsweise eine Gesellschaft, in der Gewinnmaximierung als oberste Maxime gilt, langfristig auch ihr Bildungswesen auf diese Zielsetzung aurichten. Wenn direkte Verwertbarkeit und Anwendbarkeit als wesentliche Werte angestrebt werden, bleiben Bildungsinhalte, die diesem Anspruch vordergründig nicht genügen, naturgemäß auf der Strecke.

Es ist Kennzeichen einer pluralistischen Gesellschaft, dass nicht mehr ein bestimmtes Wertesystem als das einzig gültige vorgegeben ist, sondern verschiedene Werteangebote einander konkurrenzieren und ein ständiger Diskurs darüber stattfindet. Daher muss auch die Schule zu dieser Reflexion und Diskussion beitragen und junge Menschen dazu befähigen. Das setzt aber die Auseinandersetzung mit den unsere Gesellschaft tragenden Grundwerten sowie mit den wesentlichen Sinn- und Werteangeboten unserer Zeit voraus.
Dazu gehören:
- Demokratie und Politikverständnis
- Grund- und Menschenrechte
- Sozial- und Wirtschaftssystem
- Lebenssinn und Sinnangebote
- Weltanschauungen und Religionen
- Ethische Grundfragen (z. B. ökologische oder medizinisch-ethische Fragen)

Zielsetzung von Allgemeinbildung und AHS
Fasst man die Vermittlung der verschiedenen Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen zusammen, so ergibt sich für die AHS als Hauptanbieterin von Allgemeinbildung ein breites Spektrum von Teilzielen, die zusammengenommen den jungen Menschen eine solide Basis für sein weiteres persönliches und berufliches Leben verschaffen.
Dabei kommt der Schule und der AHS insbesondere eine zweifache Aufgabe innerhalb der Gesellschaft zu: Sie muss einerseits junge Menschen auf das reale Leben in der Gesellschaft vorbereiten und daher Einblick in jene Werte und Rahmenbedingungen gewähren, die unsere Gesellschaft heute prägen. Andererseits muss die Schule aber auch zur kritischen Auseinandersetzung und Hinterfragung der geltenden Werte und Grundsätze animieren und befähigen und auf diese Weise ein kritisches Korrektiv zur bestehenden Gesellschaft darstellen.

(Zusammenstellung: Mag. Rainer Hochhold)


 

 

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